Sonntag, 5. März 2017

In diesem Beitrag habe ich 7 Gründe zusammengetragen, warum ich gerne bei Amazon einkaufe und das schon seit 2007.

1. Auswahl

Bei Amazon bekommt man so gut wie alles. Inzwischen kann es sich kaum noch ein Hersteller bzw. Händler erlauben, seine Produkte nicht (auch) über Amazon anzubieten. Woher kommt das?

In erster Linie, weil Amazon bei Suchergebnissen in der Regel ganz oben steht. Jedem Shopbetreiber ist klar, dass man nur dann etwas verkaufen kann, wenn man bei Google auch gut gefunden wird. Ein Platz unter den ersten 10 Suchergebnissen ist da Pflicht, aber nicht so leicht zu erreichen.

Anstatt einen eigenen Shop aufzusetzen (was viel Zeit und auch Geld kostet), nutzt man besser das fertige Shopsystem von Amazon und profitiert dabei von dessen Bekanntheit.

Für den Kunden bedeutet das eine Auswahl, die kaum ein anderer Shop zu bieten hat.

2. Kundenservice

Klar: Bei Amazon arbeiten auch nur Menschen und diese machen hin- und wieder Fehler, was zu schlechten Erfahrungen mit dem Service führen kann.

Amazon ist jedoch sehr um den Kunden bemüht und entscheidet im Zweifelsfall für diesen.

Solange man es nicht übertreibt, sind Rücksendungen kein Problem und auf eine Reparatur bei einem defekten Gerät muss man in der Regel auch nicht lange warten, weil es oft einfach gegen ein neues ausgetauscht wird.

Aktualisierung vom 06.07.2017: Die obige Aussage muss ich nach zwei sehr schlechten Erfahrungen mit dem Kundendienst von Amazon in Frage stellen.

Sowohl bei dem Problem mit meiner letzten Bestellung (siehe Aktualisierungen vom 06.07.2017 und vom 03.10.2017 im Beitrag Ab in den Süden), als auch mit dem PartnerNet von Amazon (siehe Aktualisierung vom 06.07.2017 im Beitrag Resümee nach zwei Monaten Amazon PartnerNet), habe ich keine Hilfe bekommen. Selbst auf mehrfaches Nachfragen erhält man keine qualifizierte Antwort, sondern vorgefertigte Textbausteine, die nicht auf die gestellten Fragen eingehen.

Ich habe mich nicht so gefühlt, als würde sich Amazon um mich bemühen, sondern hatte den Eindruck, dass man mich einfach nur Zeit- und damit Kostensparend loswerden wollte.

3. Versand

Dank modernster Logistikzentren ist Amazon in der Lage zeitnah und zuverlässig zu versenden. Mit den Lieferzeiten von Amazon war ich daher bisher (von sehr seltenen Ausnahmen abgesehen) immer sehr zufrieden. Dabei nutze ich nur den Standardversand.

Dies gilt jedoch nur für Produkte, die von Amazon verschickt werden ("Versand durch Amazon"). Bei Marketplaceteilnehmern (also Drittanbietern), welche die Ware selbst versenden, kann das ganz anders aussehen.

Daher ist vor der Bestellung ein Blick in die Händlerbewertung anzuraten. Dort steht unter anderem, ob Ware spät oder teilweise auch gar nicht geliefert wurde.

5. Preis-/Leistungsverhältnis

Amazon hat oft einen guten Preis, wenn auch nicht immer den Günstigsten. Smartphones z. B. werden in der Regel immer deutlich unter dem empfohlenen Verkaufspreis angeboten.

Da ich demnächst ein neues Smartphone benötige (mein Samsung Galaxy S1 ist nun auch schon über sechs Jahre alt), beobachte ich seit einiger Zeit den Preis für das Samsung Galaxy S7

Das Galaxy S8 kommt für mich nicht in Frage. Abgesehen davon, dass ich es mir zurzeit gar nicht leisten kann, bietet es für den Preisunterschied zu wenig Neues. Auch gibt es das S8 nur noch als "Edge"-Version mit abgerundeten Kanten, die auch ihre Nachteile haben (Stichwort "Displayfolie"). Mit 5,8" im Gegensatz zu meinen aktuellen 4" ist es zudem ein regelrechter Prügel. Die Plusversion mit 6,2" kann man aus meiner Sicht dann nur noch als "Monster" bezeichnen. Da geht die Entwicklung meiner Meinung nach in die falsche Richtung.

Während das S7 im Samsung-Shop noch 599,- Euro kostet, ist es bei Amazon für nur 442,90 Euro zu haben. Vermutlich findet es sich noch preiswerter bei anderen Shops im Internet, allerdings habe ich damit schon schlechte Erfahrungen gemacht und kaufe daher ganz gerne bei Amazon.

Rechnet man seine Zeit, die man nicht nur mit der Suche nach dem günstigsten Angebot verbringen muss, sondern gegebenenfalls auch den Ärger, den man oft mit fremden Shops haben kann, mit in das Preis-/Leistungsverhältnis von Amazon ein, so bin ich der Ansicht, dass man grundsätzlich preiswert bei Amazon einkauft, auch, wenn man nicht immer den günstigsten effektiven Preis bekommt.

Ärger ist nicht zu bezahlen, jeder, der schon einmal Probleme mit einem Shopbetreiber hatte, weiß wovon ich schreibe.

6. Nur ein Konto erforderlich

Findet man nach langem Suchen schließlich einen Shop, der ein Produkt günstiger anbietet, so muss man sich bei diesem erst registrieren. Bei manchen kann man zwar auch als Gast bestellen, jedoch bleibt einem die Eingabe der persönlichen Daten nicht erspart. Lediglich die Angabe eines Passworts zur Erstellung eines Benutzerkontos bleibt außen vor.

Ich arbeite schon seit vielen Jahren mit RoboForm , einem Formularausfüller und Passwortmanager, der sehr gut funktioniert, doch muss man trotzdem kontrollieren, ob alles richtig ausgefüllt worden ist und Datenschutzerklärung und gegebenenfalls AGB bestätigen.

Hat man dann auch noch das Pech, dass der Shop schlampig programmiert bzw. konfiguriert wurde, so kann man den Bestellvorgang unter Umständen mehrmals wiederholen, bevor er durchgeht.

All diese Probleme hat man bei Amazon nicht. Die meisten haben dort schon ein Konto und sind mit dem Bestellvorgang vertraut. So wird das Einkaufserlebnis nicht durch unliebsame Überraschungen getrübt.

Tipp für Shopbetreiber: Genau aus dem vorgenannten Grund sollte jeder Shopbetreiber die Möglichkeit anbieten, dass seine Kunden mit Hilfe ihres Amazonkontos bezahlen können. Das schafft Vertrauen und die Kunden können dann auch den Käuferschutz von Amazon in Anspruch nehmen.

7. Nachbestellungen

Sind alle Bestellungen bei Amazon hinterlegt, ist eine Nachbestellung schnell erledigt. Dies ist insbesondere für Verbrauchsmaterial sehr nützlich. Außerdem lassen sich Informationen über alte Bestellungen leicht nachsehen (benötige ich von Zeit zu Zeit). Man braucht nicht lange zu überlegen, bei welchem Shop man das Produkt gekauft hat, weil sie ja (fast) alle bei Amazon hinterlegt sind.

Bei Nachbestellungen ist jedoch Vorsicht geboten. Mir ist es einmal passiert, dass ich einen Artikel nach längerer Zeit noch einmal bestellt habe und mich dabei von der Artikelbezeichnung habe täuschen lassen. Diese war nämlich nach wie vor unverändert, jedoch wurde ein etwas anderer Artikel in der Zwischenzeit dort platziert.

Auch kann man bei Nachbestellungen nicht sicher sein, dass sie vom selben Händler ausgeführt wird. Daher bitte immer auf die Artikelbeschreibung und den Händler achten, wenn man ein bereits gekauftes Produkt erneut kauft.

Samsung Smartphone Galaxy S1 (GTI-9000)

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Samsung Smartphone Galaxy S7 (SM-G930F)

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2 Kommentare (ältester zuerst):

  • Gast

    Kommentar 1 von 2
    15.07.2020 17:50:25 Uhr

    1 – Amazon-Beschäftigte streiken für anständige Bazahlung und Persönlichkeitsrechte
    2 – Amazon ist ein aggressiver Union Buster
    3 – Amazon treibt digitale Überwachung von Mitarbeitern voran.
    4 – Amazon USA: Gegenseitige Denunziation, wachsende Arbeitshetze.
    5 – Amazon-Boss Jeff Bezos besitzt – laut Forbes-Liste 2015 – 170 Milliarden US-Dollar. Dieser obszöne Reichtum ist Ausdruck einer völlig aus den Fugen geratenen Wirtschaftsordnung.
    6 – Die Firmenkultur von Amazon beinhaltet eine Art von Führerkult.
    7 – Jeff Bezos wurde 2014 von Gewerkschaftern zum schlimmsten Boss der Welt gewählt.
    8 – Amazon ist eine wachsende Daten- und Medien-Krake.
    9 – Amazon arbeitet für den CIA und ist ein Gegner digitaler Bürgerrechte.
    10 – Amazon tötet den Einzelhandel. Der Konzern ist Vorreiter und Monopolist des Online-Handels.
    10a) Aufblähung des Paket- und Kuriersektors – ebenfalls eine Billiglohn-Branche mit gruseligen Arbeitsbedingungen.
    10b) Verstopfung von Stadtteilen und Innenstädten durch unsinnigen Paket-Verkehr.
    10c) Verödung der Stadtteile und Innenstädte. Immer mehr lokale Geschäfte gehen pleite, weil sie das Preisdumping der Online-Händler nicht überleben.
    10d) Was soll das für eine Welt sein, in der wir nicht mehr vor die Tür gehen und mit Nachbarn und Verkäufer/innen in Kontakt treten?
    11 – Amazon zahlt kaum Steuern: kriminell anmutende Steuerflucht über Luxemburg.
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  • Peter (Admin)

    Kommentar 2 von 2
    16.07.2020 20:00:43 Uhr

    Ohne jetzt jeden einzelnen Punkt selbst überprüft zu haben, kann ich mir gut vorstellen, dass sie alle wahr sind.

    Aus dem Kommentar entnehme ich, dass es moralisch verwerflich ist, noch bei Amazon zu kaufen.

    John Todd hat bereits 1978 erklärt, dass es kaum noch möglich ist einzukaufen, ohne den Kontrollfreaks das Geld in den Rachen zu werfen und damit die weltweite Versklavung zu fördern.

    Es ist daher eine Illusion zu meinen, dass man durch sein Kaufverhalten die Welt verbessern könnte. Der Fahrplan zur Neuen Weltordnung würde dadurch - wenn überhaupt - nur minimal verzögert, nicht jedoch aufgehalten werden. Dazu ist es schon viel zu spät. Da hätte man sich vor 100 oder noch mehr Jahren Gedanken dazu machen müssen.

    Damit will ich nicht sagen, dass es egal ist, ob man bei Amazon kauft oder nicht. Das Händlersterben, das durch die künstlich erzeugte Corona-Krise absichtlich beschleunigt wurde, ist tragisch.

    Wenn jemand Zeit und Geld hat, vor Ort einzukaufen, dann sollte er das immer tun. Andere, die durch die Ausbeutung ohnehin nicht mehr viel Geld haben bzw. im Hamsterrad des Systems so gefangen sind, dass sie ihre eigene Ausbeutung und Versklavung gar nicht mehr erkennen, sind froh, wenn sie bei Amazon einkaufen können.
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