Mittwoch, 22. März 2017

Zum Hafen von Tarifa sind es von meinem Standort aus ca. zwei Kilometer und die Überfahrt in das 14 km entfernte Tanger (Marokko, Nordafrika) dauert nur eine gute halbe Stunde.

Da liegt es nahe, sich den anderen Kontinent einmal anzusehen und in der Tat hatte ich den Entschluß dazu schon gefasst, als ich es mir dann doch noch anders überlegte.

Lebensmittel und Internet deutlich preiswerter

Als ich am 2. Dezember 2016 mit meinem Wohnmobil Tarifa erreichte, kam natürlich der Gedanke auf, einmal mit der Fähre in das nahe gelegene Marokko zu fahren.

Dabei dachte ich gar nicht daran mit dem Wohnmobil für längere Zeit überzusetzen, sondern einfach alleine eine Tagestour zu machen.

Aus finanziellen Gründen habe ich das aber bisher gelassen. Hin- und zurück sind ca. 50-60 Euro fällig, Mittagessen und Führung inbegriffen.

Für das Geld kann ich mich ca. zwei Wochen lang ernähren und übrig habe ich es ohnehin nicht. Daher habe ich diesen Gedanken nicht weiterverfolgt.

Geändert hat sich das, als ich mich mit meinem Bekannten, den ich hier kennengelernt habe und der etliche Jahre in Marokko gelebt hatte, näher über das Land unterhalten habe.

Dabei erwähnte er, dass sich die Lebensmittelpreise dort nicht erhöhen, damit sie auch von der armen Bevölkerung bezahlt werden können. Er nannte dann ein paar Preise für übliche Lebensmittel und in meinem Kopf begann ich zu rechnen.

Eine Überfahrt nach Tanger mit meinem relativ großen und schweren Wohnmobil kostet gar nicht so viel, wie ich gedacht hatte. Für 130,- Euro inkl. Fahrer wäre es möglich gewesen den Kontinent zu wechseln.

Wenn ich mich nicht bewusst einschränke, komme ich mit 150,- Euro inkl. Katzenfutter pro Monat aus. Darin enthalten sind Lebensmittel einschließlich Hygieneartikel.

In Marokko hätte ich im Vergleich nur ca. 40-50,- Euro (wenn überhaupt so viel) gebraucht, so dass ich das Geld für die Fähre bereits nach gut fünf Wochen wieder hereingeholt hätte.

Ach, mit den wichtigsten Posten hätte ich bei meiner Rechnung fast vergessen: Das Internet. Bis vor Kurzem zahlte ich hier in Spanien für 4 GB pro Monat 15,- Euro. Inzwischen ist das günstiger geworden und kostet nur noch 10,- Euro pro Monat für 5 GB.

Im Vergleich zu Marokko ist das dennoch relativ teuer, denn dort zahlt man für 1 GB nur 1,- Euro. D. h. für das gleiche Geld hätte ich das doppelte Datenvolumen erhalten, bzw. für das gleiche Volumen nur die Hälfte gezahlt.

Hürde KFZ-Versicherung

Ich sah daher zunächst keinen Grund, nicht nach Marokko zu fahren und erkundigte mich nun, ob ich dort eine extra KFZ-Versicherung benötigte.

Eine eigene Versicherung braucht man zwar nicht, jedoch muss auf der grünen Versicherungskarte Marokko freigegeben sein, was bei meiner nicht der Fall war.

Mit diesem Thema kannte ich mich nicht aus und schrieb mit wenig Hoffnung meine Versicherung an, ob sich seit meinem Vertragsabschluss die Bedingungen geändert hätten und Marokko nun inbegriffen wäre.

Zu meiner freudigen Überraschung teile man mir mit, dass es kein Problem sei mir eine grüne Versicherungskarte inkl. Marokko zuzuschicken. Ich müsste nur den Zeitraum mitteilen, wann ich fahren möchte, da der Versicherungsschutz nur sechs Monate gültig ist.

Die sechs Monate haben mit der maximalen Aufenthaltsdauer zu tun. Man darf zunächst nur für drei Monate nach Marokko einreisen. Will man länger bleiben, muss man zur Polizei gehen und sich das im Pass eintragen lassen. Nach spätestens sechs Monaten muss man das Land inkl. Fahrzeug wieder verlassen und kann nicht noch einmal verlängern.

Das war das erste Hindernis, das zum Scheitern meiner Überfahrt führte. Zwar wäre es immer noch günstiger gewesen, zweimal die Fährgebühr zu bezahlen und sechs Monate in Marokko zu leben, jedoch wäre das nur ohne meiner kleinen Katze möglich gewesen.

Ohne Papiere keine Rückkehr nach Spanien

Diese hätte zwar problemlos nach Marokko einreisen dürfen, wenn ich aber wieder zurück nach Spanien gewollt hätte, so bräuchte sie gültige Papiere, die ich nicht habe und auch nicht kaufen werde.

Zum Einen natürlich, weil ich das Geld dafür nicht übrig habe. Der Hauptgrund ist aber, dass ich nicht das betrügerische Geschäft der Pharmaindustrie unterstützen möchte.

Wer sich mit dem Thema "Impfen" noch nicht näher beschäftigt hat, der weiß nicht, dass eine Impfung überhaupt nicht funktioniert. Man schädigt damit nur seine Gesundheit (bzw. die seiner Tiere), fügt sich bzw. seiner Tiere unnötige Schmerzen zu und bezahlt dafür auch noch Geld:

Weiter nach Südafrika?

Nun gut, dachte ich, nach Europa zurück will ich ja gar nicht. Mit dem Wechsel des Kontinents wäre ich gleich drei Nachteile los geworden:

  1. Zu erwartender Krieg
  2. Euro
  3. Steigende Lebensmittelpreise

Das würde aber bedeuten, dass ich nach sechs Monaten in Marokko weiter in Richtung Südafrika fahren müsste (Algerien wollte ich nicht).

Das nächste Land nach Marokko wäre Mauretanien gewesen. Ich brauchte mich nicht lange zu informieren, um festzustellen, dass das nicht in mein aktuelles Budget passt. Man muss Visa kaufen, einen internationalen Führerschein, Versicherung fürs Wohnmobil etc. Ob man auch eine Krankenversicherung braucht, weiß ich nicht.

Reist man aus einem Nachbarland ein (dazu zähle ich Marokko), so ist laut Auswärtigem Amt auch eine Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben. Was ich meiner Katze nicht zumute, weil sinnlos, kommt für mich selbst natürlich auch nicht in Frage.

Die Reisewarnungen bezüglich Westsahara, Mali etc. haben auch nicht dazu beigetragen diese Alternative zu wählen, wenngleich das auch kein KO-Kriterium war.

Arme Bevölkerung

Ebenfalls kein KO-Kriterium war die Armut der Bevölkerung. Allerdings hat mich das, was ich in Erfahrung bringen konnte, doch sehr abgeschreckt. Man wird permanent angebettelt und für jede Hilfe (z. B. Weg zeigen) wird die Hand aufgehalten.

Ich gebe in der Regel kein Geld auf der Straße mehr. Als ich noch in Nürnberg wohnte und regelmäßig auf der Straße dieselben Bettlerinen traf, gab ich einer einmal 2,- Euro. Die Reaktion darauf: "Was, so wenig?".

Man kann in die Leute nicht hineinsehen und wenn man die persönlichen Umstände nicht kennt, dann ist die Gefahr sehr hoch, dass man Menschen "hilft", die gar nicht in Not sind.

Erst vor wenigen Tagen sah ich hier in Tarifa einen Mann stehen, der sehr gekonnt jammerte, um Mitleid zu erregen. Das wirkte jedoch schon so routiniert, dass ihn die Leute nicht groß beachtet haben.

Das Problem bei permanenten Bettlern ist dann, dass sie immer wieder etwas erwarten, auch, wenn man selbst knapp bei Kasse ist oder einfach nicht mag. Daher ist es vielleicht besser, man gibt konsequent nie etwas.

Ebenfalls vor ein paar Tagen, bat mich ein junger Mann sehr freundlich und liebenswert um einen Euro für einen Kaffee. Glücklicherweise hatte ich kein Geld dabei und sagte ihm das auch, denn sonst hätte ich ihm den vielleicht gegeben (bin eben ein altes Weichei).

Wäre ich gezwungen ohne Einkommen zu leben, so würde ich nicht daran denken fremde Leute um Geld anzubetteln. Lieber würde ich in Mülltonnen nach Kleidung suchen und kurz vor Feierabend in Geschäften nach abgelaufenen Lebensmitteln fragen.

Auch würde ich nicht erwarten, diese abgelaufenen Lebensmittel geschenkt zu bekommen. Ich würde fragen, ob ich z. B. den Hof bzw. die Straße kehren kann oder Ähnliches.

Hier in Tarifa gibt es an den Supermärkten auch "Bettler", die offenbar einen festen Platz dort haben (meist gibt es nur einen "Bettler" pro Supermarkt).

Diese betteln jedoch nicht im eigentlichen Sinne, sondern bieten Hilfe beim Tragen bzw. Verstauen des Einkaufs an. Als Gegenleistung erhalten Sie dann einen Obolus oder dürfen den Einkaufswagen zurückbringen und den darin befindlichen Euro behalten.

Etwas in dieser Art könnte ich mir auch vorstellen. Ein Pfandsystem für Flaschen gibt es in Spanien leider nicht, so dass das Sammeln von Flaschen keine Einkunftsquelle darstellt.

Ich habe auch schon einmal jemanden gesehen, der Socken von Mann zu Mann auf der Straße verkaufte und einen, der Arbeiten aus Holz anbot.

Abschließende Ausführungen

Ich gehe jetzt noch näher auf die zuvor erwähnten Nachteile ein, die sich mit einem Kontinentwechsel erledigt hätten.

Zu 1.: Ein Krieg ist in Europa nicht nur wahrscheinlich, sondern meiner Ansicht nach geplant. Die genauen Hintergründe dazu kann ich an dieser Stelle nicht ausführen, weil sie zu komplex sind. Wer sich aber schon mit der "Neuen Weltordnung" (NWO) beschäftigt hat, der weiß, wovon ich schreibe.

Es geht dabei um die Errichtung der Weltherrschaft durch etwa ein Dutzend sehr reiche Familien, allen voran die Rothschilddynastie . Dazu werden die Nationalstaaten, bei denen die Macht vom Volk ausgeht, abgeschafft und in privatrechtlich agierende Firmen umgewandelt, die sich in der Hand der Superreichen befinden.

Kurz gesagt: Staatsrecht (=Volk) wird in Privatrecht (=Firmen) überführt. Der Prozess ist schleichend, aber in weiten Teilen der Welt bereits abgeschlossen.

Zunächst hat man die großen Kontinente zusammengefasst (bzw. ist noch dabei), die bereits auf Privatrecht beruhen und in denen das Volk keinerlei Mitbestimmungsrecht mehr hat (die gesteuerten Medien vermitteln verständlicherweise ein anderes Bild).

So gibt es die Afrikanische Union (AU) , den Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) , die Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) und natürlich die Europäische Union (EU) . Eine Nordamerikansiche Union (NAU) ist in Arbeit, aber offenbar noch nicht umgesetzt.

Wie die Machtübernahme ganzer Kontinente funktioniert, erklärte George Friedman in einer Rede, die er im Februar 2015 gehalten hat (teilweise leider holprig übersetzt):

Georg Friedman: Kein Ort kann auf Dauer wirklich friedlich bleiben. Auch die USA nicht, ich meine, wir (USA) haben ständig Kriege, ok.

Europa wird, wie ich vermute, zwar nicht zu den 31 Jahren Krieg (1914-1945) zurückkehren, aber es wird wieder zum menschlichen Normalfall zurückkehren: Sie werden ihre Kriege haben, ihre Friedenszeiten, und sie werden ihre Leben leben.

Es wird keine 100 Millionen Tote geben, wie im letzten Krieg, aber die Idee von der Europäischen Auserwähltheit, wie ich denke, wird als erstes zum Opfer fallen. Es wird Konflikte in Europa geben, es gab schon Konflikte in Jugoslawien und jetzt auch in der Ukraine.

Europas Beziehungen zu den Vereinigten Staaten - wir haben nicht länger Beziehungen mit "Europa". Wir haben Beziehungen zu Rumänien, wir haben Beziehungen zu Frankreich, aber es gibt kein "Europa", mit dem die USA Beziehungen haben.

Frage eines Zuschauers: Ist der islamische Extremismus die Hauptbedrohung für die Vereinigten Staaten und wird er von selbst aussterben oder wird er weiter wachsen?

Antwort von Georg Friedman: Es ist ein Problem für die Vereinigten Staaten, aber keine existentielle Bedrohung. Man muss sich damit befassen, man muss sich damit angemessen befassen. Wir haben andere außenpolitische Interessen.

Die Hauptinteressen der US-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg, waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Denn vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse galt, sicherzustellen, dass dies nicht passiert.

Wenn Sie ein Ukrainer sind, ist es für Sie unumgänglich jemanden zu finden der Ihnen helfen kann - und das sind die Vereinigten Staaten.

Letzte Woche - vor etwa vor 10 Tagen - war der Oberbefehlshaber der amerikanischen Bodentruppen, General Ben Hodges, in Europa zu Besuch in der Ukraine. Er hat bekannt gegeben, dass US-Militärberater demnächst offiziell in die Ukraine kommen werden, nicht nur inoffiziell. Dort hat er die Medaillen an ukrainischen Kämpfer verteilt. Das militärische US-Protokoll verbietet eigentlich, dass Medaillen an Ausländer verteilt werden. Doch er tat das, weil er damit zeigen wollte, dass die ukrainische Armee seine Armee ist.

Dann ist er abgereist und hat in den baltischen Staaten bekannt gegeben, dass die Vereinigten Staaten Waffen, Artillerie und andere Militärausrüstung dort hin nach Rumänien, Polen und Bulgarien liefern würden - das ist ein sehr interessanter Punkt. Und gestern haben die Vereinigten Staaten angekündigt, dass sie vorhaben, Waffen in die Ukraine zu liefern. Das wurde dementiert, aber sie tun das. Die Waffen werden geliefert.

Und bei allen diesen Handlungen agieren die Vereinigten Staaten außerhalb der NATO. Weil die NATO-Entscheidungen müssen von allen NATO-Mitgliedern 100% einstimmig beschlossen werden und jedes NATO-Mitglied kann sein Veto einlegen. Und die Türken werden ihr Veto rein aus Spaß einlegen. Der Punkt bei der ganzen Sache ist, dass die USA einen Sicherheitsgürtel ("Cordon Sanitaire") um Russland herum aufbauen. Und Russland weiß das.

Russland glaubt, dass die USA beabsichtigen die Russische Föderation zu zerschlagen. Ich denke, es war Peter Lorey (oder ähnlich), der gesagt hat: wir wollen sie nicht vernichten, sondern ihnen nur etwas weh tun. Jedenfalls sind wir jetzt zurück zum alten Spiel. Und wenn Sie einen Polen, Ungarn oder Rumänen fragen - sie leben in einer ganz anderen Welt, als die Deutschen. Und die Deutschen leben in einer ganz anderen Welt, als die Spanier. Also es gibt keine Einigkeit in Europa.

Aber wenn ich ein Ukrainer wäre, würde ich genau das tun, was sie tun: Versuchen die Amerikaner einzubeziehen.

Die Vereinigten Staaten haben ein fundamentales Interesse: Die Kontrolle alle Ozeane der Welt. Keine andere Macht hat das jemals getan. Aus diesem Grund können wir überall auf der Welt bei den Völkern einfallen, aber sie sind ihrerseits nicht in der Lage uns anzugreifen. Das ist eine sehr schöne Sache.

Die Aufrechterhaltung der Kontrolle über die Ozeane und im Weltall ist das Fundament unserer Macht. Der beste Weg die feindliche Flotte zu besiegen, ist zu verhindern, dass diese überhaupt gebaut wird. Den Weg, den die Briten gegangen sind, um sicherzustellen, dass keine europäische Macht die Flotte bauen konnte, war es, die Europäer gegen einander kämpfen zu lassen.

Die Politik, die ich empfehlen würde, ist die, die Ronald Reagen im Iran und Irak angewendet hat: Er unterstützte beide Kriegsseiten, so dass sie gegeneinander kämpften (Iran-Irak-Krieg von 1980-1988) und nicht gegen uns. Es war zynisch, es war sicher nicht moralisch vertretbar, aber es funktionierte.

Und das ist der Punkt: Die Vereinigten Staaten sind nicht in der Lage ein ganzes Eurasien zu besetzen. In dem Moment, wo der erste Stiefel den Boden berührt, sind wir zahlenmäßig völlig unterlegen. Wir können eine Armee zerschlagen, aber wir sind nicht in der Lage den Irak zu besetzen. Die Idee, dass 130.000 Soldaten ein Land mit 25 Millionen Menschen Bevölkerung besetzen.... Nun, das Verhältnis der Anzahl zwischen Polizisten und den Einwohnern New Yorks ist größer, als es das Verhältnis von entsandten US-Soldaten und irakischer Bevölkerung war.

Also, wir sind nicht in der Lage, überall militärisch zu intervenieren, aber wir sind in der Lage, erstens, die gegeneinander kämpfenden Mächte zu unterstützen, damit sie sich auf sich selbst konzentrieren. Wir unterstützen politisch, finanziell, militärisch, liefern Waffen und senden US-Berater aus. Und in außerordentlichen Fällen, wie wir in Japan vorgegangen sind, nein, in Vietnam, Irak und in Afghanistan, intervenieren wir mit Präventivschlägen ("spoiling attacks").

Die Taktik der Präventivschläge beabsichtigt nicht, den Feind zu besiegen, sondern sie verfolgt das Ziel den Feind aus dem Gleichgewicht zu bringen. Das versuchten wir in jedem Krieg, wie z. B. in Afghanistan brachten wir die Al Qaida aus dem Gleichgewicht.

Das Problem, das wir haben, seit wir so jung und dumm sind, ist, dass wir die Feinde aus ihrem Gleichgewicht bringen. Anstatt zu sagen: "Wir haben den Job gut gemacht, lasst uns nach Hause gehen", sagen wir: "Mann, war das leicht, lasst uns hier noch eine Demokratie aufbauen". Das war der Moment unserer Geistesschwäche von der wir befallen wurden. Deswegen lautet die Antwort darauf, dass die USA nicht überall in Eurasien militärisch intervenieren können. Man muss mit Bedacht intervenieren und möglichst selten.

Eine militärische Intervention stellt für uns einen Sonderfall dar - die letzte Möglichkeit. Wir können nicht schon im ersten Schritt die US-Truppen aussenden. Aber wenn wir die US-Truppen senden, dann müssen wir die Aufgaben unserer Mission genau verstehen, die Mission in Grenzen halten und keine psychotischen Phantasien zulassen.

Hoffentlich haben wir das für dieses Mal verstanden, gewöhnlich dauert es eine Weile bis Kinder ihre Lektionen gelernt haben. Aber sie haben absolut Recht, wir als ein Imperium können das (überall Intervenieren) nicht tun. Die Briten haben damals Indien nicht besetzt. Sie haben einfach die einzelnen Staaten genommen und ließen sie gegeneinander kämpfen. Die Briten haben britische Offiziere der indischen Armee zur Verfügung gestellt. Die Römer haben auch keine Truppen in entlegene Regionen außerhalb des römischen Imperiums entsandt, sondern sie haben pro-römische Könige dort eingesetzt.

Diese Könige wurden durch Rom eingesetzt, die im Dienste für das römische Imperium in anderen Ländern regierten. Und diese Könige waren verantwortlich für die Aufrechterhaltung des Friedens. Pontius Pilatus war das z. B.

Also, die Imperien, welche versuchen direkt in besetzten Gebieten zu regieren - solche Imperien scheitern, wie es mit dem Nazi-Imperium der Fall war. Weil niemand so viel Macht hat, um direkt zu regieren. Da muss man schon klug vorgehen.

Wie auch immer, unser Problem ist nicht das, sondern zuzugeben, dass wir ein Imperium sind. Wir sollten aber deswegen nicht denken, dass wir uns entspannen können, nach Hause gehen und uns über nichts mehr Sorgen machen müssen. Wir sind noch nicht bereit für Kapitel 3 des Buches.

Die Frage, die aktuell für die Russen auf dem Tisch liegt, ist, ob man die Ukraine als Pufferzone zwischen Russland und dem Westen halten kann - die wenigstens neutral bleiben wird - oder wird der Westen so weit in die Ukraine vordringen, dass der Westen (NATO) nur 100 Kilometer von Stalingrad und 500 Kilometer von Moskau entfernt sein wird?

Für Russland stellt der Status der Ukraine eine existentielle Frage dar. Und die Russen können die Ukraine daher nicht einfach aufgeben. Für die Vereinigten Staaten gilt: Wenn Russland weiter an der Ukraine fest hält, wo wird das enden? Deswegen ist es kein Zufall, dass General Hodges, der für all das verantwortlich gemacht wird, davon spricht, dass Eingreiftruppen in Rumänien, Bulgarien, Polen und im Baltikum aufgestellt werden sollen.

Damit begründet man das Intermarium ("Zwischenmeerland"), das Territorium zwischen dem Schwarzen Meer und der Ostsee - davon träumte Pilsudski. Das ist die Lösung für die Vereinigten Staaten.

Und das Problem, auf das wir keine Antwort parat haben, ist die Frage, was wird Deutschland tun? Die wirklich unbekannte Variable in Europa sind die Deutschen. Wenn die USA diesen Sicherheitsgürtel aufbauen - nicht in der Ukraine, sondern im Westen - und der Einfluss der Russen in der Ukraine schwinden wird, wissen wir nicht die deutsche Haltung.

Deutschland befindet sich in einer sehr prekären Lage. Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder ist im Aufsichtsrat von Gazprom. Die Deutschen haben ein sehr komplexes Verhältnis zu den Russen. Die Deutschen wissen selbst nicht, was sie tun sollen. Sie müssen ihre Waren exportieren, die Russen können ihnen diese Waren abnehmen. Andererseits verlieren sie die Freihandelszone - dann müssten sie etwas anderes aufbauen.

Für die Vereinigten Staaten ist die größte Angst, dass russisches Kapital und russische Technologien...ich meine deutsche Technologie und deutsches Kapital sich zusammen mit den russischen Rohstoffreserven und der russischen Arbeitskraft zu einer einzigartigen Kombination verbinden, welche die USA seit Jahrhunderten versuchen zu verhindern.

Also: Wie kann man es erreichen, dass diese (deutsch-russische) Kombination verhindert wird? Die USA sind bereit die Karten auf den Tisch zu legen: Mit einer Linie zwischen dem Baltikum und dem schwarzen Meer. Für die Russen - ihre Karten lagen schon immer offen auf dem Tisch - ist entscheidend, dass die Ukraine wenigstens ein neutrales Land ist, kein pro-westliches. Weißrussland ist noch mal eine andere Frage.

Nun, wer mir sagen kann, was die Deutschen in dieser Situation tun werden, der kann mir auch sagen, wie die nächsten 20 Jahre Geschichte aussehen werden. Aber unglücklicher Weise haben die Deutschen noch keine Entscheidung getroffen. Und das ist das ewige Problem Deutschlands. Deutschland ist wirtschaftlich sehr mächtig, aber gleichzeitig geopolitisch sehr zerbrechlich. Und sie wissen niemals, wie sie diese beiden Sachen zusammenbringen können. Seit 1871 - das war immer die "Deutsche Frage", und die Frage Europas.

Denken sie über die "Deutsche Frage" nach, die jetzt wieder einmal aufkommt. Das ist die nächste Frage, die wir stellen müssen. Wir werden das aber nicht tun, weil wir nicht wissen, was die Deutschen tun werden.

Falls Du gut Englisch kannst, findest Du hier die vollständige Veranstaltung:

Zu 2.: Der Euro wird seit vielen Jahren nur noch künstlich am Leben erhalten. Dazu werden Verträge gebrochen und mit dem Geld der Bevölkerung Banken, die sich verzockt haben, "gerettet". Ein Reset ist längst überfällig und nicht aufzuhalten.

Aus diesem Grund habe ich mein in den letzten Jahren erwirtschaftetes Geld in ein selbst ausgebautes Wohnmobil investiert, anstatt auf den Tag zu warten, an dem das Geld nahezu wertlos geworden ist.

Zu 3.: Mit der Abwertung des Euro einher gehen steigende Lebensmittelpreise. Wer beim Einkaufen aufmerksam ist, der bemerkt, dass zwar oft nicht die Preise angehoben, jedoch die Packungen bzw. deren Inhalt kleiner werden (damit das nicht so auffällt, gibt es teilweise neue Verpackungen).


Also gut, dann bleibe ich vorerst in Europa. Es dürfte noch einige Zeit vergehen, bis hier richtig Chaos herrscht. Den Auftakt hatten wir bereits mit dem Beginn der so genannten "Flüchtlingskrise".

Die Vorteile der Kontrollfreaks sind der lange Zeitraum über den die Errichtung der Neuen Weltordnung geplant ist (sie geht bis ins Jahr 1776 und weiter zurück) und die inzwischen monströs groß gewordene Verschwörung gegen uns.

Konfrontiert man nicht informierte Menschen mit dem Thema, ist Ungläubigkeit oft die erste Reaktion. Das System bezeichnet daher Menschen wie mich als "Verschwörungstheoretiker", um das Thema ins Lächerliche zu ziehen und von ihren Plänen so lange abzulenken, bis sie vollendet sind und jeder Widerstand zwecklos ist.

Seltener Schnappschuss

Zur Belohnung für das Lesen des relativ langen Beitrags gibt es noch einen Schnappschuss, den ich bei der Aufnahme für das Titelbild gemacht habe.

Ich wusste gar nicht, dass die Guardia Civil auch auf dem Wasser unterwegs ist, als plötzlich dieses Boot auftauchte und in Richtung Hafeneinfahrt fuhr:

Polizeiboot

Das geschah zufällig zum gleichen Zeitpunkt, zu dem die Fähre den Hafen verließ und mir so beide vor die Linse fuhren:

Guardia Civil und FRS Fähre

Hier noch ein Bild der Fähre von vorne:

Fähre

Links davon sieht man ein kleines, orangefarbenes Boot mit auslaufen, das sonst immer zuerst raus fährt und die Hafeneinfahrt sichert. Warum es diesmal hinterher fährt, kann ich nicht sagen.

Diese Bilder sind übrigens mit die Ersten, die ich mit meinem neuen Smartphone Galaxy S7 gemacht habe. Dafür, dass die Kamera im Automatikmodus arbeitet und ich kein Fotograf bin, finde ich die Bilder erstaunlich gut gelungen (das soll ein Lob für das Smartphone sein).

Samsung Smartphone Galaxy S7 (SM-G930F)

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