Donnerstag, 27. April 2017

Am 14. April, dem Karfreitag, kam unerwartet ein Van mit zwei Leuten, die den neben mir stehenden Wohnwagen u. a. mit einem großen Hammer zerlegt haben.

Prakitscherweise stehe ich direkt neben einer Art Bauschuttzwischenlager und so haben die beiden alles, was sie nicht in den nahegelegenen Mülltonnen unterbringen konnten, einfach über den Zaun geworfen.

Ein Schandfleck weniger

Niemand soll denken, die hätten hier eigenwillig etwas Brauchbares oder gar Wertvolles zerstört. Nein, der Wohnwagen, von dem hier die Rede ist, war der reinste Schrotthaufen. Das ist nach der Aktion davon übrig geblieben:

Altes Wohnwagengestell

Ich erwähne den Wohnwagen eigentlich nur, weil der Besitzer des Grundstücks am 27. April offenbar diese Teile zum Anlass für ein größeres Feuer genommen hat (einige der Teile des ehemaligen Wohnwagens sieht man auf dem Titelbild noch im Vordergrund liegen).

Zum Glück war ich zu Hause, als er das Feuer entzündete. Ich hörte plötzlich ein lautes Knistern und ging vor die Türe. Da loderten keine 4-5 Meter von meinem Wohnmobil entfernt bereits die Flammen in die Höhe.

Gefährliche Hitze?

Ich legte meine Hand auf die beschichtete Seite meines Holzkoffers und merkte, dass diese bereits heiß war. Man konnte die Hand noch darauf lassen, aber der Koffer war deutlich heißer, als z. B. bei starker Sonneneinstrahlung.

Auf derselben Seite ist kurz vor dem Fahrerhaus zudem der Dieseltank angebracht. Nun ist Diesel zwar nicht so leicht entzündlich, wie Benzin, jedoch gefiel mir das überhaupt nicht.

So machte ich den Wagen in weniger als einer Minute fertig zum Umstellen und fuhr ein paar Meter vor auf die andere Straßenseite.

Feuer brennt trotz Regen weiter

Ob eine akute Gefahr bestanden hat, kann ich schwer sagen. Ich weiß nur, dass es am Freitag und Samstag stundenlang geregnet, teilweise geschüttet hat und am Sonntag Vormittag wieder eine kleine Stelle im oberen Teil des Feuers zu brennen anfing.

Auch am Montag morgen, qualmte das Feuer noch immer, wenngleich auch keine Flammen mehr zu sehen waren. Dazu muss ich anmerken, dass der Besitzer des Geländes, nachdem ich das Foto gemacht hatte, noch weitere Teile auf das Feuer aufgelegt hat.

Was in Deutschland vermutlich undenkbar ist: Während das Feuer noch lodernd brannte, machte sich der Grundstücksbesitzer auf und davon und überließ es seinem Schicksal.

Was wäre wenn?

Einmal angenommen, ich wäre nicht da gewesen und das Feuer hätte tatsächlich meinen LKW in Brand gesteckt? Dann könnte ich jetzt nicht diese Zeilen schreiben und hätte fast meinen ganzen Besitz verloren (mit Ausnahme dessen, was ich am Körper trug).

Gut, dass ich es mir angewöhnt habe, meine kleine Katze, die man im Vordergrund links im Titelbild sieht, immer raus lasse, wenn ich weggehe. Das mache ich, weil mir etwas passieren könnte, aber auch, weil sie mir vor nicht zu langer Zeit einmal während meiner Abwesenheit aufgrund eines Missverständnisses das Bett vollgepinkelt hat.

Kontaktscheuer Spanier?

Ich stehe hier fast ununterbrochen seit dem 2. Dezember 2016 und wir haben uns schon mehrmals gesehen. Dennoch empfand es der Grundstücksbesitzer nicht angebracht, einmal kurz zu klopfen und zu sagen, dass er gleich ein Feuer in 4 bis 5 Meter Entfernung machen möchte. Das fand ich etwas unhöflich.

Ja, ich verstehe so gut wie kein Spanisch, aber hätte er ein Feuerzeug gezeigt und auf den Haufen gedeutet, so wäre ich schlau genug gewesen, um zu verstehen, was er vorhat. Nun gut, es ist nichts passiert und ich nehme es ihm auch nicht übel. Es war nur im wahrsten Sinne des Wortes eine brenzlige Situation, die noch einmal gut gegangen ist.

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