Dienstag, 10. Juli 2018

Am Montag, den 9. Juli 2018 ist unerwartet meine kleine geliebte Katze gestorben.

Gegen 18:15 Uhr hatte ich sie noch auf meinem Schoß gefüttert und gestreichelt und kurz vor 21:00 Uhr fand ich sie in der Nähe ihres Platzes tot auf.

In den Monaten vor ihrem Tod beschäftigte ich mich immer wieder damit, weil sie ja nicht mehr die jüngste war (siehe FAQ Wie alt bist Du ) und vielleicht auch, weil ich es irgendwie geahnt hatte. Ich stellte mir vor, wie es sein würde, wenn sie nicht mehr bei mir ist.

Es würde leer sein und mir würde etwas fehlen und ja, genau so ist es. Sie fehlt mir so sehr, weil sie so ein liebes, demütiges Wesen hat, sie eine kleine Persönlichkeit für mich war und ich sie als meine kleine Freundin ansah. Sie war mehr für mich, als nur ein Tier. Ich achtete sie als Partnerin und war immer darauf bedacht, dass es ihr gut geht.


Ich finde es furchtbar, wie unter anderem auch in Deutschland mit Tieren umgegangen wird. Tiere sind genauso Lebewesen wie wir Menschen mit Bedürfnissen, Gefühlen und einer Seele.

Sprüche 12,10

Der Gerechte weiß, wie seinem Vieh zumute ist; aber das Herz der Gottlosen ist gefühllos.

Quelle: Menge Bibel

Wegen dieser schrecklichen Tierquälereien, die leider noch immer jeden Tag auf Bauernhöfen, in Zucht- und Schlachtbetrieben und Versuchslaboren stattfinden, hatte ich Miezi von Anfang an zum Zeichen für die sichtbare und unsichtbare Welt gegen alle diese Quälereien gesetzt. Ich habe ihr bewusst so viel Liebe gegeben, wie sonst kaum ein anderes Tier von einem Menschen bekommt.

Ich war auch in der glücklichen Lage selbstständig zu sein und von zu Hause aus arbeiten zu können, so dass ich mich permanent um das kleine Geschöpf kümmern konnte.

Natürlich war das nicht 24 Stunden am Tag notwendig, aber immer, wenn sie etwas brauchte, war ich für sie da. Es war für mich selbstredend, dass ich mich auch im Alter und bei Krankheit um sie kümmern und sie nicht einfach einschläfern lassen würde, wenn sie mir zu einer Belastung werden würde.

So sah ich mich in der Tat als das an, was man oft nicht ganz ernst gemeint sagt: "Hunde haben einen Herrn, Katzen haben Personal". Ich richtete mein Leben danach aus, dass es ihr an nichts fehlen sollte und sie möglichst frei leben könnte.

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, durfte sie immer raus, wann sie wollte, auch, wenn ich sie dann vermisste. Die schönste Zeit war noch in Deutschland im Winter, wenn sie aufgrund der Kälte freiwillig die meiste Zeit (auch nachts) drinnen blieb und bei mir unter der Bettdecke schlief.

Manchmal kroch sie auch tagsüber unter die Bettdecke und stupste sie beim darunter kriechen immer mit ihrem Köpfchen hoch, was dann aussah, als ob sich ein Gespenst unter der Decke befand.

Während der Zeit, in der ich meinen LKW zum Wohnmobil ausbaute (2013/2014), lag ich oft auf dem Rücken unter dem Fahrgestell, um etwas zu arbeiten. Wenn sie in der Nähe war und das sah, kam sie immer und legte sich auf meinen Bauch. Dann war mehr streicheln als arbeiten angesagt, was mich aber nicht störte.

Ich freute mich eigentlich jedes mal, wenn ich sie sah. Oft lag sie an den witzigsten Stellen und ich musste oft über sie schmunzeln. Dieses kleine Fellknäul hat mir sehr viel Freude bereitet und mein Leben sehr bereichert.

Miezi will hinaus

Hinweis: Die obigen Fotos entstanden alle noch vor ihrem Unfall

Miezi wird älter

Dass es mit meiner kleinen Katze gesundheitlich langsam bergab ging, bekam ich etwas spät mit. Zuerst dachte ich, dass sie einfach nicht hören wollte, wenn ich sie rief. Manchmal stand ich nur wenige Meter neben ihr und rief wirklich laut, aber nichts regte sich. Erst, wenn sie das Knacken von Zweigen hörte, reagierte sie.

Auch fand sie ihre Toilette im Bad nicht mehr, auf die sie zuvor jahrelang problemlos ging. Ich stellte sie dann neben ihren Freßnapf (gefressen hat sie lange Zeit immer noch im Wagen) und das klappte manchmal, aber sie machte immer häufiger einfach auf den Boden (auch direkt neben die Toilette).

Einmal stand sie nur mit den Vorderbeinen in der Toilette und ließ es dann laufen. Da merkte ich langsam, dass sie das nicht mit Absicht machte, sondern älter wurde.

Es war wenige Wochen vor dem Unfall, als sie anfing mehr als sonst zu trinken und das Fell am Rücken in relativ kurzer Zeit immer blasser wurde. Zuerst vermutete ich ein Problem mit den Nieren, nachdem ich aber im Netz las, dass das normal sein kann, wenn Katzen älter werden, war ich beruhigt.

Als sie wenige Zeit später wegen dem Unfall beim Tierarzt war und die Assistentin ihr immer zu Trinken gab, erwähnte ich einmal, dass sie sehr viel trinkt, jedoch meinte sie, dass sie normal viel trinkt.

RSS (Rolling Skin Syndrom)

Im Herbst 2017 bekam sie plötzlich immer wieder und ohne vorherige Anzeichen eine Art epileptischen Anfall, bei dem sie die Kontrolle über ihren Körper verlor und manchmal dabei auch laut schrie (vermutlich aus Angst oder vor Schmerzen).

Diese Anfälle dauerten oft nur ein paar und nie länger als etwa zwanzig Sekunden. Doch fiel sie dabei immer wieder auch von dem Baum, auf dem sie gerade lag oder auch zweimal vom oberen Bett im Wohnmobil.

Sie versuchte dann ihren Rücken zu lecken und oft verlor sie dabei auch die Kontrolle über ihre Blase. Ich erkundigte mich im Netz und fand heraus, dass es sich dabei um das sogenannte "Rolling Skin Syndrom" handelt. Frei übersetzt etwa "Syndrom der rollenden Haut", bei dem sich das Fell am Rücken aus nicht erklärbarem Grund anfängt zu bewegen.

Zu dieser Zeit wusste ich leider noch nichts von Robert Franz und las nur, dass die Schulmedizin (wie immer) nur die lebenslange Chemiekeule als "Lösung" parat hatte. Ich dachte mir: "Schön blöd: Wenn Miezi permanent Medikamente zur Unterdrückung der Symptome bekommt, dann merke ich ja nie, wenn das eventuell wieder von selbst aufhört."

So beschloss ich nichts zu unternehmen, weil ich ohnehin kein Vertrauen in die Schulmedizin mehr hatte. Nach etwa drei Monaten wurden die Anfälle deutlich weniger und sie häuften sich erst wieder, als sie nach ihrer Unfallbehandlung aus der Tierklinik kam.

Heute würde ich durch die Gabe von L-Carnosin versuchen das Problem in den Griff zu bekommen:

Miezi in Gefahr

Seit ich einen sehr schönen Stellplatz mitten in der Natur von Lagos Mitte März 2018 verlassen musste, fand ich keinen Stellplatz mehr, der für meine kleine Freundin geeignet schien.

Ich fuhr nach Faro , weil ich näher an einer Abholstation für Pakete sein wollte, die von Amazon geliefert werden, und auch am deutschen Konsulat zur Beantragung eines Staatsangehörigkeitsausweises.

Der Stellplatz lag relativ zentral und war nicht geeignet für mein Kätzchen. Nachts gab es auch Ärger mit einem Hund, so dass ich am nächsten morgen den Platz wechselte und mich hinter den Flughafen stellte.

Dort gab es einen großen Parkplatz, der von mehreren Wohnmobilen genutzt wurde. Den Flugzeuglärm musste ich notgedrungen in Kauf nehmen, war aber auszuhalten, weil nicht alle paar Minuten ein Flugzeug startete. Im Schnitt etwa alle 30 Minuten von ungefähr sechs Uhr morgens bis 21:00 Uhr abends.

Meiner kleinen Maus gefiel es dort ganz gut, weil sie in unmittelbarer Nähe einen kleinen Garten mit einer Hütte fand, in deren Schatten sie sich gerne legte. Um an die Hütte zu gelangen, musste sie eine Landstraße überqueren. Ich dachte mir, dass sie alt genug sei und da wir früher unmittelbar an einer Straße wohnten und sie Autos kannte, es auch nicht zu einem Problem werden würde.

Wie lange wir dort standen, weiß ich nicht mehr, es dürften so 10 bis 14 Tage gewesen sein, als ich mein kleines Kätzchen beobachtete, wie sie zu "ihrer" Hütte ging. Doch anstatt die Straße zügig zu überqueren, setzte sie sich in aller Ruhe auf den Mittelstreifen und guckte in eine der beiden Fahrtrichtungen.

Ich dachte, ich sehe nicht richtig und holte sie sofort von der Fahrbahn. Zwar ist das nur eine Nebenstraße, sie hat aber zwei Spuren und es fahren doch immer wieder dort Autos vorbei (auch die, welche auf dem Parkplatz stehen).

Da ich sie sehr lieb habe, wollte ich nicht, dass ihr etwas passiert und suchte bei Google Maps nach einem anderen Stellplatz. Ich fand einen in Vilamoura und fuhr mit ihr noch am selben Tag dorthin.

Auf dem Platz stand, dass keine Wohnmobile erlaubt sind, allerdings war er ziemlich leer und so ignorierte ich das Schild. Kurze Zeit später hörte ich draußen Geräusche und Stimmen, war aber noch damit beschäftigt den Wagen wieder in den Wohnmodus zu versetzen.

Als ich die Türe öffnete, sah ich zwei Polizisten auf Pferden davon traben. Also kein Problem hier zu stehen, so lange der Platz nicht voll wird (war in Strandnähe) und ich mich ordentlich benehme.

Der Platz war nur sehr spärlich begrünt (Wildwuchs) und doch schaffte es meine kleine Katze, sich dort in der Mitte so zu positionieren, dass man sie so gut wie nicht erkennen konnte.

Es fuhr auch einmal einer mit seinem Quad wie ein Wilder etliche Runden auf dem Platz und wirbelte viel Staub auf. Wenn Miezi gerade einmal wieder dort liegen würde, ist ein Unfall absehbar und so fuhr ich auf einen anderen Platz, der nur rund 100 Meter Luftlinie entfernt war und auf dem es auch kein Verbotsschild gab.

Zwar sah ich dort, dass es Spuren im Gras gab, die von einem Fahrzeug stammen mussten, jedoch war ich der Ansicht dass sie schon älter seien, weil es eigentlich keinen Grund gibt hier mit einem Fahrzeug zu fahren. Doch ich täuschte mich.

Ein paar Tage später sah ich, wie jemand von der Stadt mit einem Pritschenwagen genau dort entlang fuhr, um an den aufgestellten Solarleuchten Wartungsarbeiten durchzuführen. Ich hatte mich über diese Laternen schon gewundert, weil es keinen Weg gibt, den sie beleuchten könnten (vermutlich ein EU-Projekt zur Arbeitsbeschaffung).

Eigentlich alles kein Problem, jedoch lag mein kleiner Engel genau in der Fahrspur und wiederum so im Gras verborgen, dass man sie nur schwer erkennen konnte. Ich bin zwar fast immer zu Hause, aber bis ich den Pritschenwagen höre und aus dem Wagen komme, kann es zu spät sein (sehen konnte ich ihn nicht, weil ich mit dem Fenster entgegen der ankommenden Richtung stand).

Ich stellte dann ihren Trinknapf, der aus glänzendem Edelstahl bestand, immer in ihrer Nähe so auf, dass man ihn (hoffentlich) erkennen konnte und ihm so ausweichen würde, dass meine Katze nicht an-/überfahren würde. Doch hatte ich ein ungutes Gefühl und schlug erneut Google-Maps auf.

Und ja, ich fand einen wie mir schien sehr gut geeigneten Platz in ein paar Kilometer Entfernung, den ich zunächst mit dem Fahrrad erkundete. Der Platz lag ruhig und war komplett leer. Ein Golfplatz direkt daneben störte mich nicht und so setze ich das Fahrzeug erneut um.

Doch was macht meine kleine Maus? Krabbelt durch den Zaun auf den Golfplatz und legt sich dort in den Schatten neben den Fahrweg für die Golffahrzeuge. Das war tagsüber auch kein Problem, weil man sie ja sehen und ihr notfalls ausweichen konnte.

Nachts - es war einmal gegen 23:00 Uhr und einmal früh gegen 4 oder 5 - sah ich, wie ein Sicherheitsdienst mit einem Quad diesen Weg befuhr. Zu dieser Zeit war sie nachts immer draußen, weil sie keine Ruhe gab, wenn ich sie im Wagen lassen wollte und ich dachte mir: Nun gut, wenn ich den Wagen nach dem nächsten Wassertanken wieder hier parken würde, dann würde ich ihn 20 oder 30 Meter weiter weg von dem Zaun stellen.

Der Unfall

Wir standen noch keine Woche neben dem Golfplatz, als der schrecklichste Morgen in all den Jahren, die wir zusammen waren, kam. Normalerweise lief sie mir immer entgegen und begrüßte mich mit mehreren freundlichen "Miaus", wenn ich ihr das Futter raus brachte, doch an diesem Morgen, blieb es still und niemand kam.

Ich suchte sie und fand sie auch gleich auf der anderen Seite vom Zaun auf dem Golfplatz sitzen. An ihrem Blick merkte ich sofort, dass etwas passiert war und, dass es nur ein Unfall sein konnte.

Ich ging so weit ich konnte zu ihr und rief "Miezilein, was ist denn mit dir?" und sie schleppte sich mit den Vorderbeinen durch eine Öffnung des grobmaschigen Zauns.

Bestürzt nahm ich sie auf und legte sie auf ein ausziehbares Brett, das sich am Ende meines Wohnmobils befand. Sie machte Anstalten zu kriechen, wobei eines ihrer Beinchen verdreht aussah und sie es hinterher schleifte, so dass ich Panik bekam. Ich fühlte mich so hilflos und bot ihr zu essen an, was sie ablehnte. Getrunken hat sie etwas, aber ich wusste ja nicht, wie schwer sie verletzt war.

Ich packte den Wagen zusammen und suchte nach einem Tierarzt. Leider ließ ich mich von den Öffnungszeiten leiten und machte mich auf den Weg zu einem, der über 15 Kilometer entfernt war. Ich war noch keinen Kilometer gefahren, da hielt ich an einer Tankstelle und fragte dort nach einem Tierarzt in der Nähe.

Der Mann verstand mich offenbar nicht richtig, denn er zeigte mir auf meinem Handy ein normales Krankenhaus. Dessen war ich mir aber nicht bewusst und fuhr dorthin, weil es nur ein paar Kilometer entfernt lag. Dort angekommen, merkte ich, dass hier keine Tiere behandelt werden und fragte einen Einheimischen nach einem Tierarzt. Dieser wusste von keinem, obwohl er nur rund einen Kilometer entfernt war.

Mit meinem verletzten Kätzchen auf dem Schoß fuhr ich in meiner Hilflosigkeit zügig zu dem anderen Tierarzt, der um 9:00 Uhr öffnen sollte.

Gegen 7:30 Uhr traf ich dort ein und wartete vor verschlossenen Türen, dass er öffnen würde. Ich las dann auf einem Schild eine Notfallnummer, die ich sofort anrief (das war laut meinem Handy um 7:36 Uhr), doch keiner ging hin und ich hinterließ eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter.

Einige Zeit später kam ein Wagen und ich hoffte, es wäre der Tierarzt, jedoch war es nur ein Arbeiter, der die Tore aufmachte. Um 8:04 Uhr rief ich erneut an und hinterließ eine weitere Nachricht auf dem Anrufbeantworter - wieder nichts.

Gegen neun kam ein weiterer Wagen und ich dachte, dass das endlose Warten jetzt ein Ende hätte, aber es war wieder nicht der Tierarzt, sondern eine Assistentin.

Etwas später traf dann eine Vertretung für den Tierarzt ein, die sich um meine arme Maus gekümmert hat. Sie wurde untersucht und geröntgt, wobei festgestellt wurde, dass sie eine Verletzung an der Wirbelsäule, zwei gebrochene Rippen und eine innere Blutung hatte.

Die innere Blutung hatte glücklicherweise bereits von selbst aufgehört, sonst wäre sie vermutlich nicht mehr am Leben gewesen, als ich sie fand bzw. bis die Ärztin eintraf.

Das hat mich im Nachhinein schon etwas geärgert, dass niemand ans Telefon ging. Am nächsten Tag war der Tierarzt wieder da und hat die Behandlung fortgesetzt. Ihm sagte ich, dass ich gestern zweimal vergeblich auf der Notrufnummer angerufen hatte und zeigte ihm das Protokoll auf meinem Handy. Er meinte, dass das komisch sei, da normalerweise darauf immer jemand erreichbar sei. Nachdem ich sie abgeholt und per E-Mail etwas gefragt hatte, bekam ich aber wieder keine Antwort.

Nun ja, egal, ich war froh, dass sich jemand um sie gekümmert hat und dass sie es überlebt hat. Doch es gab eine schlechte Nachricht: An dem Tag, an dem ich sie brachte, besuchte ich sie am Nachmittag und die Ärztin meinte, dass es sein kann, dass sie durch die Verletzung an der Wirbelsäule ihre Blase nicht mehr kontrollieren könnte. Sie hat jedenfalls nicht von selbst uriniert und die Ärztin hat ihr daher die Blase ausgedrückt.

Miezis Verletzungen

Ich fragte, ob sie mir das beibringen könnte, falls das so bleibt, worauf sie sagte, dass sie das schon mehrmals anderen Tierbesitzern beigebracht haben. Doch bereits am nächsten Tag konnte sie wieder von selbst Wasser lassen, worüber ich sehr froh war.

Sie hatte eine Infusion und war in einem Käfig eingesperrt, doch ertrug sie das widerstandslos und äußerst geduldig. Ich kam zweimal am Tag für je etwa eine Stunde zu Besuch, hielt ihr Pfötchen, streichelte sie und redete mit ihr.

Zwischendurch fuhr ich mit dem Fahrrad in das nahe gelegene Loule und suchte dort nach einem Goldhändler, um zwei Goldkronen und meinen Ehering zu verkaufen, damit ich die Behandlungskosten bezahlen könnte.

Leider gab es dort keinen, jedoch konnte ich 190,- Schweizer Franken, die ich für den Finanzcrash zurückgelegt hatte, in knapp 150,- Euro umtauschen. Das reichte, um die erste Rechnung zu bezahlen (138,30 Euro).

Tags darauf fuhr ich nach Faro und verkaufte die beiden Goldkronen und den Ring, wofür ich noch einmal rund 190,- Euro bekam. Das reichte dann, um die zweite Rechnung (101,10 Euro) zu bezahlen und auch noch, um mir einen Problemzahn ziehen zu lassen (50,- Euro).

Konfrontation mit Polizei (GNR)

Der Unfall ereignete sich in der Nacht vom Montag, den 14. Mai auf Dienstag, den 15. Mai 2018. Am darauf folgenden Samstag Vormittag konnte ich meinen kleinen Engel wieder mitnehmen.

Für mich war klar, dass eine Verletzung an der Wirbelsäule kein Spaß ist und so hatte ich nicht vor, wieder den weiten Weg zu dem ursprünglichen Stellplatz zu fahren. Wenn möglich wollte ich mit ihr überhaupt nicht fahren, bis sie sich wieder einigermaßen erholt hat (2 bis 3 Wochen).

So suchte ich mit dem Fahrrad die Umgebung ab und fand ein verwaistes Grundstück, knapp einen Kilometer von der Klinik entfernt. Schräg gegenüber war eine große Villa und ich dachte mir, es wäre kein Fehler, wenn ich mich dort einmal vorstellen würde, bevor ich das Fahrzeug dorthin stellte.

Ich klingelte an der Sprechanlage und guckte in die Videokamera. Auch nach längerer Wartezeit tat sich nichts. Ich fragte einen anderen Nachbarn und der meinte, dass das Grundstück jemanden gehört, der nicht hier wohnt.

Am nächsten Tag klingelte ich erneut an der Villa, diesmal zu einer anderen Tageszeit, doch es tat sich wieder nichts. So stellte ich mein Fahrzeug am Freitag Nachmittag auf das Grundstück und heftete ein Schild an die Windschutzscheibe mit meinen Kontaktdaten.

Übersetzt steht auf dem Schild:

Falls Sie dieses Fahrzeug stört,
schreiben Sie bitte eine E-Mail an
xxxx@mensch-peter.me
oder versuchen Sie mich unter
+49 (XXXX) XXXXXXX
anzurufen.

Am Samstag Vormittag holte ich dann meine liebe Katze im Katzenkorb ab und trug sie zum Wagen, den ich zuvor stundenlang peinlich gereinigt und für meine kleine Patientin einen speziellen Krankenplatz eingerichtet hatte (das Loch auf der rechten Seite habe ich später noch zu gemacht):

Krankenabteil

Abends, gegen halb 10 (es war bereits dunkel), hörte ich draußen in einiger Entfernung Stimmen und Geräusche und ich bekam ein ungutes Gefühl und machte mich bereit den Wagen zu verlassen. Kurz darauf klopfte es laut am Fahrerhaus und ich ging nach draußen. Dort begegnete ich drei Polizisten.

Es waren zwei Männer und ein Weib . Ein Mann und das Weib waren noch relativ jung (Anfang zwanzig). Der andere Mann etwa um die dreißig.

Unterhalten konnte ich mich auf Englisch nur mit dem jüngeren, der aber offenbar auch den Einsatz leitete. Ich bat alle drei mit nach hinten in den Aufbau zu kommen, zeigte ihnen meine kleine Katze und erklärte, dass sie frisch aus der Klinik entlassen und schwer verletzt ist.

Doch das interessierte sie nicht. Ich solle den Wagen sofort entfernen. Im Gespräch ergab sich, dass die Grundstücksbesitzer auch da waren und draußen warteten. So ging ich mit den Polizisten zu ihnen in der Hoffnung sie hätten für meine Situation Verständnis und würden mich wenigstens ein paar Tage stehen lassen.

Doch das hatten sie nicht. Der Wagen sollte sofort entfernt werden. Ich sagte dann, dass ich morgen weg fahre, doch auch darauf ließ man sich nicht ein.

In der Zwischenzeit wurden meine Personalien aufgenommen und man fragte nach meinem Familienstand. Ich sagte, dass ich diese Frage nicht beantworten muss und dass ich zu dieser Sache nichts mehr sagen und das Fahrzeug heute nicht mehr entfernen würde.

Das habe ich nicht gesagt, weil ich Streit mit den Polizisten gesucht habe, sondern weil ich einfach Angst um meine kleine Katze hatte. Als ich aber merkte, dass diesen Leuten meine kleine Katze völlig egal war und sie mich eventuell verhaften könnten, um meinen Willen zu brechen, lenkte ich ein, weil mir der Gedanke, dass sich dann niemand um meinen kleinen Engel kümmern und sie in ihren Fäkalien liegen würde, für mich unerträglich war. Dann doch lieber das Risiko einer holprigen Fahrt in Kauf nehmen, als so etwas.

Noch während ich dem Einsatzleiter sagte, dass ich weg fahre, lief das Weib zum Polizeiwagen, holte etwas aus dem Kofferraum und rannte damit wutentbrannt an mir vorbei zu meinem Fahrzeug. Was sie vorhatte, weiß ich nicht, jedoch konnte ich sie noch davon abhalten.

Zum Einsatzleiter sagte ich, dass es ein paar Minuten dauert, bis der Wagen fahrbereit ist und er meinte darauf, dass ich mich beeilen sollte, was ich auch tat.

Dennoch ging es ihm nicht schnell genug und nach einer gefühlten Minute kam er und fragte, warum ich noch keine Anstalten mache, wegzufahren. Ich sagte, dass ich noch nicht fertig bin, worauf er meinte, ich solle raus kommen.

"Was für ein Unsinn", dachte ich mir. Was soll ich draußen? Also machte ich weiter und er kam herein. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits mit meinen Nerven am Ende und kurz vor einem Zusammenbruch.

Fast schreiend sagte ich, dass ich meine Wasserkanister noch befestigen und mein Notebook verstauen muss. Da erkannte er meinen Zustand und fing an mir zu helfen, was ich sehr nett von ihm fand.

Schließlich nahm ich meine arme Maus und tat sie vorsichtig in ihren Korb, wobei ich laut auf Deutsch zu ihr sagte, dass das hier böse Menschen sind und wir hier weg müssen.

Als das Fahrzeug aus der Einfahrt entfernt war, stieg ich noch einmal aus und entschuldigte mich beim Einsatzleiter für mein Verhalten. Er meinte dann, dass er ja auch nur seinen Job mache.

Ich weiß nicht, warum ich es nicht ausgesprochen habe, aber ich dachte: "Ja, das ist oft das Problem, dass jeder nur seinen Job macht". Würden die Menschen nicht nur ihren Job machen, sondern auch ihren gesunden Menschenverstand benutzen, dann hätten wir weder Krieg noch die katastrophalen Zustände in der BRD.

Da kostenlose, Katzengerechte Stellplätze rar sind und es dunkel war, entschloss ich mich zum Unfallplatz zurückzufahren.

Die Nacht über konnte ich kaum schlafen, weil mir die Aktion mit der Polizei noch nachging. Besser wurde es, als ich die folgende E-Mail auf Englisch an die Polizei in Loulé geschickt habe (Hinweis: die genannten Anlagen habe ich hier direkt in den Text eingefügt):

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Peter X, ich bin 51 Jahre alt und bin mit meinem selbstgebauten Wohnmobil aus Deutschland nach Portugal gekommen. Letzte Nacht gegen 21:30 Uhr wurde ich von den Besitzern mit Hilfe von drei Polizisten, die aus Loulé kamen, von deren Grundstück in der Nähe von Areeiro vertrieben.

Auf Google Maps von 2014 sieht man eine Kette am Eingang des Grundstücks, aber diese Kette war schon weg, als ich es das erste Mal mit meinem Fahrrad besuchte. Anbei finden Sie ein Foto von meinem Wohnmobil auf dem Grundstück ohne Kette (ich habe auch keine entfernte/gebrochene Kette gesehen, daher muss sie schon seit langer Zeit fehlen (Nachbarn sollten das wissen)). Wenn es eine Kette gegeben hätte, hätte ich dieses Grundstück nie benutzt und ich müsste diese E-Mail nicht schreiben.

Ich kontaktiere Sie aus drei Gründen:

  1. Ich möchte mich für mein schlechtes Benehmen letzte Nacht entschuldigen und erklären, warum ich so gehandelt habe
  2. Ich möchte mich mit den Eigentümern des Grundstücks in Verbindung setzen, weil ich beim Einparken ein oder zwei Dachziegel beschädigt habe (siehe Anlage "Dachziegel.jpg")
  3. Ich möchte Sie wissen lassen, dass die Aktion letzte Nacht nicht professionell gehandhabt wurde und völlig unnötig war
Beschädigte Dachziegeln

Zu 1.: Meine liebe kleine alte Katze (siehe Anhang "Mein-kleiner-Engel.jpg"), die ich sehr liebe, hatte in der Nacht von Montag auf Dienstag einen Unfall und wurde von einem Quad an- oder überfahren. Sie ist sehr schwer verletzt, hat eine beschädigte Wirbelsäule, zwei gebrochen Rippen und kann nicht gehen. Sie braucht 24 Stunden am Tag Pflege. An diesem Samstagmorgen habe ich sie vom Tierarzt abgeholt und wollte sie in einer Umgebung mit ein bisschen Natur erholen lassen, weil sie gerne draußen ist (natürlich nicht alleine).

Miezi im Krankenabteil

Also suchte ich nach einem geeigneten, ruhigen Ort in der Nähe des Tierarztes, wo sie sich von diesem Unfall erholen kann. Ich weiß, dass es nicht in Ordnung ist, auf einem Grundstück ohne Erlaubnis des Eigentümers zu stehen. Ich habe versucht ihn herauszufinden und am Donnerstag und Freitag mit ihm in Kontakt zu treten. Ich habe an diesen Tagen an der Villa vor dem Anwesen zu verschiedenen Zeiten geklingelt, aber niemand hat geantwortet. Ich erfuhr von einen jungen Mann aus derselben Straße, dass der Besitzer nicht aus diesem Dorf stammt. So gab ich es auf und fragte einen Ukrainer, dem das Nachbargrundstück gehört, ob es ihn stört, wenn ich dort mit meinem LKW stehe. Es machte ihm nichts aus und er bot mir sogar an, auch bei ihm zu stehen. Aber das andere Grundstück schien besser für meine Katze geeignet.

Ich war bereits sehr gestresst über all das und sehr froh, dass ich einen Platz für meinen kleinen Engel gefunden habe, an dem sie sich die nächsten Tage erholen kann. Ich wollte in der Nähe des Tierarztes bleiben, falls etwas Schlimmes passieren sollte und weil ich am Donnerstag einen Termin für eine weitere Untersuchung hatte. Der Heilungsprozess kann bis zu zwei Monate dauern und es ist natürlich nicht empfehlenswert, jemanden mit solch schweren Verletzungen zu bewegen, besonders nicht in den ersten ein bis zwei Wochen. Also habe ich mich geweigert mein Wohnmobil zu entfernen, weil ich Angst hatte meiner Katze zu schaden und nicht, um ihre Angestellten anzugehen. Dafür möchte ich mich entschuldigen! Das war nicht in Ordnung.

Zu 2.: Bitte senden Sie mir eine eingescannte Kopie des Berichts von gestern via E-Mail, damit ich mit dem Besitzer in Kontakt treten kann. Ich möchte mich noch bei ihm entschuldigen, was ich letzte Nacht versäumt habe. Ich war sehr verwundert darüber, dass er - unabhängig von meiner Situation mit meiner kleinen Katze - unbedingt wollte, dass ich JETZT SOFORT wegfahre. Und natürlich werde ich den von mir verursachten Schaden bezahlen, sofern er darauf besteht, weil das Haus ja schon am zerfallen ist. Nur kann ich das auch nicht JETZT SOFORT tun, weil ich kein Geld mehr habe. Vielleicht kann ich später die Reparatur selbst durchführen oder etwas anderes tun, anstatt Geld zu bezahlen? Da ich kein Portugiesisch spreche, würde ich mich freuen, wenn ich eine E-Mail-Adresse bekomme, damit ich mit Hilfe eines Übersetzungsprogramms versuchen kann mit ihm zu kommunizieren.

Zu 3.: Wie ich vorher bereits schrieb: Es ist nicht in Ordnung, auf einem Grundstück ohne Erlaubnis des Eigentümers zu stehen, aber ich habe versucht, die Erlaubnis zu bekommen. Erst nachdem das gescheitert ist, habe ich das Fahrzeug darauf gestellt und ein Schild an der Vorderseite meines Wagens unter dem Scheibenwischer angebracht (siehe Anhang "Wohnmobil.jpg"), damit Leute mit mir in einer friedlichen Art in Kontakt treten können, so, wie Menschen es tun sollten.

Wohnmobil in Einfahrt

Ich stellte mein Wohnmobil am Freitagabend auf das Grundstück, aber der Besitzer versuchte nicht mit mir zu sprechen (an meine Tür zu klopfen), rief mich nicht an und schickte mir auch keine E-Mail (beide Kontaktinformationen befinden sich auf dem Schild). Selbst, wenn er kein Englisch spricht, sollte er in der Lage sein, herauszufinden, was eine E-Mail-Adresse ist und eine E-Mail an sie senden können. Wenn er das getan hätte, hätte er sofort die angehängte automatische Antwort erhalten. Nein, er muss nachts mit der Polizei kommen und mich SCHNELLER ALS MÖGLICH trotz meiner speziellen Situation mit einem schwer verletzten Tier von seinem Grundstück vertreiben, nur weil es sein Eigentum ist. Das war sehr seltsam für mich und ich verstehe das immer noch nicht. Ich hoffe, das ist ein Missverständnis und kann noch geklärt werden.

Es sieht so aus, als ob er sich seit Jahren nicht um sein Eigentum kümmert und es überhaupt nicht benutzt. Ich kam und fing an, es zu säubern und es kostenlos zu bewachen, und das ist der Dank, den man dafür bekommt, nur aufgrund der Tatsache, dass es ihm gehört?

Es sollte ein Gesetz geben und vielleicht gibt es das auch (Sie können mir das sicher sagen, da sie es wissen müssen), dass Grundstücke, die jahrelang ungenutzt sind, verfallen und die Landschaft ruinieren, von jedem genutzt werden dürfen, der dafür einen triftigen Grund hat. So ein "Gesetz" ist gesunder Menschenverstand und sollte weltweit gelten.

Das nächste, was ich ansprechen möchte, ist, dass ihre Angestellten die Situation nicht richtig im Griff hatten. Ich bin mir nicht sicher, ob der junge Mann, mit dem ich mich in Englisch unterhielt, die schwere der Verletzungen meiner Katze verstanden hatte (von außen sah man ihr nichts an), oder ob es ihm einfach egal war. Es gab keinen Grund mich wie einen Schwerverbrecher zu vertreiben, sondern hätte das auch in einer friedlichen Art und Weise tun können. Ich bot an, am nächsten Tag wegzufahren, aber darauf lies man sich nicht ein. Es machte auf mich den Eindruck, dass sie nur darauf getrimmt sind, das Gesetz zu vollziehen (= seine Arbeit machen), ohne die besonderen Umstände zu berücksichtigen.

Ich hoffe, das Weib würde die Situation mit meiner Katze besser verstehen, weil Weiber mehr nach ihren Empfindungen handeln, aber das war nicht der Fall. Sie sprach zu mir in Portugiesisch und als sie merkte, dass ich darauf nicht reagierte, wurde sie ärgerlich und zeigte mir gegenüber eine Abneigung. Etwas später, als ich mich zunächst geweigert hatte, das Fahrzeug zu entfernen, wurde sie sehr wütend und ihr Gesichtsausdruck wurde sehr unfreundlich. Wie ich es schon sagte: Es war mein Fehler nach der Aufforderung nicht gleich wegzufahren, aber das sollte mit Verstand gehandhabt werden, nicht mit Gefühlen.

In dem Moment, als ich merkte, dass die Situation eskalieren und man mich verhaften könnte, so dass sich niemand um meine kleine Katze kümmern würde, lenkte ich ein und sagte, dass ich wegfahren werde, dass das aber ein paar Minuten Zeit in Anspruch nimmt. Der junge Mann meinte, ich sollte mich beeilen, was ich auch tat, jedoch sind bei einem Wohnmobil verschiedene Dinge zu tun, bevor man geordnet wegfahren kann. Das geht nicht in 30 Sekunden oder einer Minute (zumindest nicht bei meinem selbstgebauten). Aber nach einer Minute (ich kann es nicht genau sagen, vielleicht etwas länger oder kürzer), kam der junge Mann und kritisierte mich, dass ich noch nicht fertig bin. Es sagte, ich solle herauskommen, aber ich fuhr fort den Wagen fahrbereit zu machen.

So kam er herein und ich sagte ihm, dass ich noch dies und jenes zu tun hatte und zeigte es ihm. In diesem Moment war ich einem Nervenzusammenbruch sehr nahe und als er das merkte, änderte er seine Haltung mir gegenüber und fing an mir zu helfen, was sehr freundlich von ihm war. Die ganze Aktion hat keine 5 Minuten gedauert, jedoch hat man mich sehr unter Druck gesetzt, was nicht in Ordnung war. So sollten Menschen nicht miteinander umgehen, selbst dann nicht, wenn sie einen Fehler gemacht haben.

Das ist alles, was ich Sie wissen lassen wollte und ich danke Ihnen, dass Sie alles gelesen haben. Ich bin immer noch mit den Nerven fertig und habe letzte Nacht kaum geschlafen. Bitte vergessen Sie nicht, mir eine Kopie des Berichts zu schicken und falls Sie das nicht möchten, lassen Sie mich bitte wissen, dass meine E-Mail angekommen ist und ob ihre Angestellten bzw. der Eigentümer noch sauer auf mich sind.

Eine Antwort habe ich darauf nicht bekommen. Kann auch sein, weil mein Englisch nicht sehr gut ist und sie die E-Mail nicht richtig verstanden haben.

Hier noch der Inhalt des erwähnten Autoresponders in drei Sprachen:

Traduzido pelo Google, o texto em inglês abaixo:

Olá,

Lamento muito que esteja incomodando você e remova o veículo se não houver outro caminho.

Meu gato sofreu um acidente e esteve aqui por alguns dias na clínica veterinária. Ela não pode andar no momento e tem outros problemas. Portanto, eu gostaria de ficar o mais quieta possível com um pouco de natureza perto da clínica, até que ela esteja se sentindo melhor.

Eu também estou disposto a pagar aluguel, mas quase não tenho dinheiro no momento. Mas eu poderia cuidar da propriedade ou fazer outro trabalho.

Se você ainda quer que eu dirija, basta responder com "Por favor, dirija" para este e-mail. Assim que eu voltar para cá, vou dirigir.

Cumprimentos
Peter

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Hello,

I am very sorry that I am bothering you and will remove the vehicle if there is no other way.

My cat had an accident and was here for a few days in the veterinary clinic. She can not walk at the moment and has other problems. Therefore, I would like to stay as quiet as possible with a little nature near the clinic, until she is feeling better.

I am also willing to pay rent, but I have almost no money at the moment. But I could take care of the property or do other work.

If you still want me to drive away, just reply with "Please drive away" to this email. As soon as I'm back here, I'll drive.

Best regards
Peter

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Hallo,

es tut mir sehr leid, dass ich Sie störe und werde das Fahrzeug entfernen, wenn es nicht anders geht.

Meine Katze hatte einen Unfall und war einige Tage hier in der Tierklinik. Sie kann im Moment noch nicht laufen und hat noch andere Probleme. Daher möchte ich gerne möglichst ruhig mit ein wenig Natur in der Nähe der Klinik stehen bleiben, bis es ihr wieder besser geht.

Ich bin auch bereit Miete zu bezahlen, habe im Moment aber fast kein Geld mehr. Ich könnte mich aber um das Grundstück kümmern oder andere Arbeiten verrichten.

Wenn Sie dennoch möchten, dass ich wegfahre, antworten Sie kurz mit "Bitte wegfahren" auf diese E-Mail. Sobald ich wieder hier bin, werde ich dann fahren.

Viele Grüße
Peter

Pflegezeit

Der Arzt meinte, dass bei solchen Verletzungen, wie sie meine Miezi hatte, die Heilungschancen bei 50% lägen und es bis zu zwei Monate dauern könnte, bis feststeht, ob sie wieder laufen kann.

Der Krankenplatz, den ich eingerichtet hatte, gefiel meiner kleinen Patientin nicht. Trotz ihrer schweren Verletzungen und ohne ihre Hinterbeine benutzen zu können, versuchte sie sich über das Gitter zu ziehen.

Also baute ich den Platz um, so dass er einen Stock höher lag und das Gitter keinen Spalt mehr hatte. Doch diesmal war an der Seite ein Loch, durch das ich sie beim Einschlafen streichelte und so beruhigen wollte.

Aber auch hier wollte sie unbedingt zu mir ins Bett und so gab ich es dann auf. Ich präparierte mein Bett so, dass ich mich nachts nicht versehentlich auf sie drauf legen würde:

Miezi im Krankenbett

Ich streichelte sie beim Einschlafen und hielt ihr Pfötchen. Einmal legte ich meine Hand nur neben sie und sie legte von selbst eine Pfote darauf, was ich als "Danke, dass Du da bist und Dich um mich kümmerst" verstand.

Sie lag über drei Wochen lang fast nur im Bett, doch ertrug sie das geduldig wie ein Schaf. Abgesehen davon, dass ich sie (sofern ich es rechtzeitig merkte) hin und wieder auf ihre Katzentoilette setzte, lag sie nur auf ihrem Platz und zeitweise auf meinem Bauch.

Einschub: Hätte ich die im Bild erkennbaren Unterlagen schon vorher gehabt, so wäre mir mancher Ärger früher erspart geblieben.

Denn meine kleine Maus hat mir nicht nur einmal ins Bett gepinkelt. Einmal sogar zweimal hintereinander, so dass ich auf dem Boden schlafen musste.

Während das zu Hause nicht so das Problem ist, weil man dort Platz und eine Waschmaschine hat, ist das in einem Wohnmobil mitten in der Natur schon schwieriger.

Daher mein Tipp an alle Katzenbesitzer (mit oder ohne Wohnmobil), sich solche Unterlagen zu kaufen und bei Abwesenheit aufs Bett/Sofa etc. zu legen. Die funktionieren prima und ohne diese wäre ich ziemlich aufgeschmissen gewesen.

Ich kann mich nicht erinnern, während dieser Zeit eine Nacht durchgeschlafen zu haben. Irgendetwas gab es alle paar Stunden zu tun. Entweder hatte sie Durst oder Hunger oder sie musste auf Toilette, was manchmal ein größerer Akt war, da sie auch sehr weichen Stuhlgang hatte.

So kam es mehr als einmal vor, dass sie im Liegen ihren Darm entleerte und dabei das Fell verschmierte. Das ist natürlich ein sehr unangenehmes Gefühl für sie und so fing sie immer zu zappeln an, wenn ich gerade dabei war sauber zu machen und so wurde es nur noch schlimmer.

Das ist alleine gar nicht so einfach: Mit der linken Hand versuchte ich sie hochzuhalten, um mit der rechten Hand die verschmutzte Unterlage wegzuziehen und anschließend eine saubere wieder aufzulegen. Dabei versuchte sie sich mit ihren Vorderbeinen an meinem Arm festzuhalten, was unweigerlich zu zahlreichen Kratzern führte.

Erst danach konnte ich den Kot mühsam aus dem Fell putzen und kämmen.

Weil ich sie so sehr liebe, wollte ich nicht, dass sie auch nur ein paar Sekunden in ihren Fäkalien liegen bleibt. Daher war ich außer zum Einkaufen und Müll wegbringen keine unnötige Minute außerhalb des Wagens.

Nach etwas mehr als drei Wochen wollte sie wieder hinaus. Also nahm ich sie und ging mit ihr nach draußen. Dort stellte ich sie auf den Boden, jedoch konnte sie kaum von selbst stehen. Sie hatte durch den Unfall keine richtige Kontrolle über ihre Hinterbeine mehr und kippte früher oder später zu einer Seite hinten weg.

Ich legte ihr dann einen Spanngurt lose um die Hüfte und stabilisierte sie dadurch:

Miezis ersten Gehversuche

Doch diese Gehübungen brachten nicht viel. Auch nach ein paar Tagen verbesserte sich nichts spürbar und so stellte ich das Training wieder ein.

Dennoch konnte sie sich einigermaßen alleine fortbewegen. Sie kippte zwar immer wieder hinten weg, was sie aber nicht störte, sondern einfach weiter hoppelte.

Sehr froh war ich darüber, dass sie alleine wieder ihr Geschäft verrichten konnte. Wenn ich gerade dabei war, hatte ich sie immer etwas gestützt, damit sie nicht umkippt und sich leichter tut, aber grundsätzlich konnte sie das auch alleine.

Ja, die Zeit der Pflege war für mich eine sehr große Belastung, dennoch wurde mir das kleine Geschöpf zu keinem Zeitpunkt zu einer Last. Obwohl ich mit den Nerven fertig war, versuchte ich sie mit sehr viel Liebe zu pflegen.

Miezis Tod

Am Montag, den 9. Juli 2018 fütterte ich meinen kleinen Hasen auf meinem Schoß und sie aß alles auf. Kurz danach liefen drei streunende Hunde unweit von uns vorbei und sie fauchte sie an. Sie zogen aber weiter über den Parkplatz und waren auch schnell wieder verschwunden.

Danach arbeitete ich noch etwas und ging dann für circa 30 Minuten spazieren. Als ich wieder zurück war, arbeitete ich weiter und als es auf 21:00 Uhr zuging, wollte ich sie wie immer von ihrem Platz zu meinem Wagen holen. Dort setze ich mich mit ihr noch eine Zeitlang auf die Treppe und hörte dabei Bibelradio.

Doch diesmal war alles anders. Als ich zu ihrem Platz kam und sie unweit davon liegen sah, dachte ich im ersten Augenblick noch "Na, wo hast Du Dich denn jetzt wieder hingelegt?", aber im nächsten Moment begriff ich, dass etwas nicht stimmte.

Als ich vor ihr stand und sah, dass sich bereits Fliegen an ihr zu schaffen machten, war mir klar, dass sie tot war. Da sie keine Anzeichen einer schweren Krankheit hatte, vermutete ich zunächst, dass sie jemand umgebracht hat und zog mein Handy, um den vermeintlichen Tatort zu sichern.

Dabei hatte ich keine Emotionen, weil ich noch gar nicht richtig begriffen hatte, dass sie jetzt nicht mehr am Leben ist. Ich nahm sie dann auf und legte sie auf den bereits erwähnten Ausziehtisch und fotografierte sie noch einmal von beiden Seiten. Dabei stellte ich eine kleine Verletzung fest, die aber kaum blutete. Ich nehme an, dass sie von dem Gestrüpp stammt, in dem sie lag, da es sehr scharfkantig war.

Ich fühlte, ob ihr Herz noch schlug, konnte aber keinen Herzschlag feststellen (ich habe ein Gefühl für den Sitz ihres Herzens, weil ich es öfter beim Streicheln spürte). Auch die Augen zeigten keine Reaktion und ihre kleinen Beinchen waren bereits steif.

Nachdem es schon dunkel wurde und an eine Beerdigung nicht mehr zu denken war, legte ich sie im Fahrerhaus auf den Boden auf eine der erwähnten Unterlagen. Ich wollte außerdem sicher gehen, dass sie nicht scheintot ist.

Trotz diesen plötzlichen Verlustes schlief ich normal (vermutlich, weil ich es noch gar nicht verarbeitet hatte). Als es hell wurde, ging ich zum Fahrerhaus und leuchtete zur Sicherheit mit einer Taschenlampe in ihre Augen - wieder keine Reaktion.

Ich legte sie wieder auf den Ausziehtisch und wollte das Fell etwas in Ordnung bringen. Nachdem es sich aber nur schwer kämmen lies, gab ich es relativ schnell wieder auf. Da sie recht klein ist, passte sie in eine Einkaufstasche aus Stoff und ich nahm meinen Spaten und machte mich auf die Suche nach einem geeigneten Grabplatz.

Das war nicht so leicht, denn es regnet in Portugal in der warmen Jahreszeit kaum und der Boden ist entsprechend hart. Nach etwa 15 Minuten Fußweg sah ich in einer großen Wiese einen Platz, der von hohen Schilfrohr bewachsen war. Dort fing ich zu graben an, musste aber nach etwa 20 cm aufgeben, weil der Boden einfach zu hart war.

Ich irrte dann - schon leicht in Panik - noch gefühlte 30 Minuten umher, bis ich schließlich hinter einer Baumreihe, die an ein Feld angrenzte, einen guten Platz fand. Durch die Bäume fiel nicht immer die Sonne auf diesen Platz und es ließ sich dort leichter graben.

So grub ich ein Loch von etwa 50 bis 60 cm Tiefe und legte dann meine tote Maus dort hinein. Als ich das Loch wieder sorgfältig zugemacht und alle Spuren verwischt hatte, sprach ich noch ein kurzes Gebet und ging anschließend traurig nach Hause.

Erst als ich wieder zu Hause angekommen war, wurde mir der Verlust bewusst und ich fing laut an zu weinen. In den folgenden Tagen weinte ich immer wieder, wenn auch nicht sehr lange. Manchmal rief ich auf der Treppe stehend laut "Miezi" und vergaß dabei für ein paar Sekunden, dass sie tot war.

Schlimm war es noch einmal für mich, als ich den Platz, an dem sie starb, verließ, weil der Nachtclub, der sich in unmittelbarer Nähe befand, den Betrieb aufnahm und ich nachts nicht mehr richtig schlafen konnte. Da kamen mir noch einmal die Tränen.

Letzter Stellplatz mit Miezi

Todesursache

Eine Untersuchung des toten Körpers zur Bestimmung der Todesursache kam für mich nicht in Frage, weil ich zum einen kein Geld dafür hatte und zum anderen sie in Frieden schnell beerdigen wollte.

So kann ich nur vermuten, an was sie gestorben ist. Als Ursachen habe ich folgende Möglichkeiten ausgemacht:

  1. Mord
  2. Schlangenbiss
  3. Nierenversagen
  4. Vergiftung
  5. Insektenstich / Hirnschlag / Herzinfarkt

Mord

Mord kam mir wie bereits geschrieben, als erstes in den Sinn, weil es jemanden gab, der ein Motiv dafür haben könnte. Denn zu dieser Zeit war ich nicht alleine auf dem Parkplatz, sondern noch ein junger Portugiese, der keine 20 Meter von meinem Wagen entfernt in einem Kleinwagen lebte.

Zunächst war ich mir unsicher, ob er tatsächlich darin auch schlief, denn ich sah in nur selten. Als ich aber öfter Handtücher an den Scheiben hängen sah, mit denen er versuchte die Hitze etwas abzumildern, war mir klar, dass er in dem Auto wirklich lebte.

Er tat mir sehr Leid und ich überlegte, ob ich ihn ansprechen und ihm meine Hilfe anbieten sollte, jedoch entschied ich mich dagegen, weil es auch ein Krimineller hätte sein können. Zu dem Gedanken kam ich, weil wegen ihm zweimal die Polizei da war und ihn kontrollierte.

So sagte ich zu mir, dass ich es Gott überlasse. Wenn er von sich aus das Gespräch sucht, dann nehme ich das als Zeichen, dass ich ihm helfen soll. Allerdings waren meine Mittel sehr beschränkt, da ich ihm weder mit Geld noch groß mit Nahrungsmitteln hätte helfen können, weil beides bei mir Mangelware war.

Ich hätte ihm Strom anbieten können, von dem ich mehr als genug erzeugte und ab und zu eine Dusche, denn es war zu dieser Zeit wirklich sehr warm. Und natürlich mein Werkzeug, bzw. meine Hilfe bei Reparaturen.

Warum aber hätte er meine geliebte Katze umbringen sollen? Nun ja, nachdem er auf dem Parkplatz wohnte, musste er dort auch seine Notdurft verrichten. Das kleine Geschäft konnte er neben seinem Wagen tun, weil dort eine etwas mehr als einen Meter hohe Hecke war, aber für das große Geschäft musste er sich in die Büsche schlagen.

Und von dort habe ich ihn einmal aus dem Augenwinkel heraus kommen sehen. Nun könnte es sein, dass ihm das peinlich war oder er sich gar dabei beobachtet fühlte, obwohl ich ihn nie auf "frischer Tat" ertappte (ich stand mit der Türe auch entgegen seines Platzes und war fast nur draußen, wenn ich mich um meinen kleinen Hasen gekümmert hatte).

Seine Überlegung könnte sein, dass, wenn die Katze tot ist, ich keinen Grund mehr hätte hier stehen zu bleiben (es waren inzwischen einige Wochen) und er dann wieder alleine wäre (außer am Tag, war der Platz nachts komplett leer).

Zugegeben, das ist etwas weit hergeholt, verstärkte sich aber, als ich unmittelbar, nachdem ich Miezi tot aufgefunden hatte zu ihm ging, ihm ein Bild von der toten Katze zeigte und ihn fragte, ob er irgendetwas gesehen oder gehört hätte. Was mich dabei stutzig machte, dass er in keinster Weise überrascht war oder irgendein Gefühl zeigte. Er lag halb im Wagen mit einem Notebook und sah kaum davon auf.

Auch konnte er aus seinem Wagen heraus sehen, wenn ich fast täglich meinen Spaziergang machte und hinter dem Horizont verschwand. Dann wusste er, dass ich nicht so schnell wieder kommen würde und hätte genug Zeit für diese furchtbare Tat gehabt. Auch die Tatsache, dass ihre Beinchen bereits steif waren, deuten darauf hin, dass sie kurz danach starb, als ich wegging.

Und wer weiß, vielleicht war er auch neidisch, weil ich in einem so großen Wagen leben durfte, während er sich in dem kleinen Wagen abquälen musste? Das scheint übrigens kein Einzelfall zu sein, denn in Faro gab es auch jemanden, der offenbar nach Feierabend dort in einem Kleinwagen parkte und darin übernachtete.

Er war Anfang/Mitte Zwanzig und ich unterhielt mich später noch zweimal mit ihm. Dabei stellte sich heraus, dass die Polizeibesuche daher rührten, weil er die Versicherung nicht bezahlt hatte. Er hatte selbst ein kleines, drei Monate altes Kätzchen dabei, das sehr lieb war und gleich mit mir schmuste.

Er kam aus dem Norden und arbeitete hier als Stalljunge. Nachdem ich das erfuhr, glaube ich nicht mehr, dass er etwas damit zu tun hat. Auch nicht, weil das Fell meiner Miezi sehr feucht war (der Untergrund, auf dem ich sie fand, war trocken) und ich auch auf den ersten Blick keine Gewalteinwirkung feststellen konnte.


Schlangenbiss

Am Tag zuvor wäre ich fast auf eine etwa einen Meter lange Schlange getreten, die in unmittelbarer Nähe des Platzes lag, an dem auch meine Miezi gelegen hatte. Ich hielt sie jedoch für eine harmlose Natter und sah daher keinen Grund, sie zu verscheuchen oder gar den Stellplatz zu wechseln:

Schlange

Wäre es denkbar, dass sie doch giftig ist und meine Maus an einem Biss starb?

Aktualisierung vom 07.09.2018: Laut Wikipedia handelt es sich um eine ungiftige Treppennatter , die aber aggressiv sein kann und Tiere bis zu kleinen Kaninchen tötet.

Es macht aber nicht viel Sinn die Beute dann einfach liegen zu lassen, so dass ich die Schlange als Todesursache nun ausschließe. Auch war meine Miezi größer als ein kleines Kaninchen.


Nierenversagen

Wie bereits erwähnt, hatte ich schon den Verdacht, dass Miezi ein Problem mit den Nieren haben könnte, doch die Assistentin von der Tierklinik war da anderer Ansicht.

Falls das doch der Fall war, wäre eine Erklärung, dass durch die vielen Medikamente, die sie dort erhalten hatte, ihre Nieren gar so weit geschädigt wurden, dass sie ihren Dienst einstellten.

Dafür sprechen könnte, dass ihr Fell so feucht (verschwitzt?) war. Dagegen spricht, dass ich zu keinem Zeitpunkt zum Beispiel Blut im Urin fand und ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Kätzchen innerhalb von so kurzer Zeit ohne Vorzeichen daran stirbt. Vielleicht kann jemand, der hier Erfahrung mit hat, etwas dazu schreiben.


Vergiftung

Mein kleiner Hase hat offenbar nicht nur einmal etwas giftiges gegessen, weil sie über die Jahre hinweg mehrmals leichte Vergiftungserscheinungen gezeigt hat (das Video stammt aus dem Jahr 2014):

Zwar habe ich an ihrem Platz weder Durchfall noch Erbrochenes gefunden, sie hat aber auch nur extrem selten einmal erbrochen. Sie musste schon oft erbrechen, nur hat sie dabei immer den Mund zugelassen und man konnte hören, wie sie das Erbrochene wieder und immer wieder heruntergeschluckt hat.

Ich habe sie dann immer wieder dazu animiert es auszuspucken, aber das tat sie nur, wenn der Druck offenbar zu groß wurde.

Vielleicht war ihr Immunsystem durch die Medikamentengabe noch geschwächt, so dass sie es diesmal nicht überlebte?


Insektenstich / Hirnschlag / Herzinfarkt

Allergische Reaktionen konnte ich in all den Jahren nicht beobachten, was aber nichts heißen muss. Ein Hirnschlag / Herzinfarkt wird sich vermutlich nicht ankündigen, ansonsten hätte ich das mitbekommen. Wie schon geschrieben, war sie kurz zuvor noch ganz normal und hat ihr Futter ganz aufgegessen.

Nun ja, wie auch immer: ich bin sehr dankbar für die viele Freude, die sie mir die Jahre über bereitet hat. Ich habe mich fast immer gefreut, wenn ich sie sah. War ich einmal weg, zum Beispiel beim Einkaufen, so freute ich mich manchmal schon auf dem Hinweg wieder heim zu meinem kleinen Humpelfuß zu kommen.

Daher ging ich auch nicht gerne aus dem Haus, wenngleich ich auch sehr gerne in der Natur spazieren gehe. Ich war immer gerne in der Nähe meiner Katze und habe sie gerne auf meinem Schoß gehabt und gestreichelt.

Das umso mehr nach dem Unfall und der Zeit der Pflege. Während dieser Zeit habe ich sie noch näher kennengelernt und wertgeschätzt. Ich merkte, dass es ihr anfangs peinlich war, wenn ich sie sauber machte und dass sie doch dankbar dafür war.

Obwohl sie jetzt nicht mehr wie früher springen konnte, hatte ich nicht den Eindruck, dass ihr das Leben keine Freude mehr bereitet hat. Ich erinnere mich aber an zwei Momente, bei denen sie auf meinem Bauch saß und wehmütig zu dem Stehpult hoch sah, auf das sie früher immer gesprungen ist, um an das obere Bett zu gelangen.

Im Wohnmobil ist sie tapfer umhergehumpelt und wenn ich es nicht gleich merkte, dass sie zu mir ins Bett wollte, hat sie sich mit den Vorderbeinen zu mir aufs Bett gezogen.

An dem Tag des Unfalls, hatte ich schon mit dem Schlimmsten gerechnet und viel geweint um meine arme Maus. Umso dankbarer war ich Gott, dass ich sie noch einmal für eine Zeitlang bei mir haben durfte. Besonders froh war ich, dass sie wieder alleine ihr Geschäft verrichten konnte, weil das für uns beide eine große Erleichterung war.

Was mir doch noch sehr nachgeht, ist die Tatsache, dass sie dort unter ihrem Baum alleine ohne mich gestorben ist. Gerne wäre ich bei ihr gewesen, um sie auf ihrem letzten Weg zu begleiten.

Wird es eine neue Miezi geben?

Es gab bereits mehrere Gelegenheiten, bei denen ich streunende Kätzchen hätte aufnehmen können. Das war zwar noch zu der Zeit, als Miezi lebte, aber auch jetzt würde ich keine Katze aufnehmen.

Miezi war ein Sonderfall, da ich sie bereits hatte, bevor ich mobil lebte. Ich bin der Ansicht, dass Tiere so frei wie möglich leben sollten und man nicht aus Einsamkeit oder Egoismus Tiere halten sollte (falls Du die eingangs verlinkte FAQ gelesen hast, dann weißt Du, dass ich mir keine Katze angeschafft, sondern mich um ein Waisenkind gekümmert habe).

Wenn man einen Bauernhof oder ein großes Grundstück hat, auf dem sich die Tiere frei bewegen können, so finde ich das in Ordnung. In einem Wohnmobil sieht das schon ganz anders aus. Gut, wenn ich ein armer Hund bzw. eine arme Katze bin, die täglich um ihr Überleben kämpfen muss, so wäre ich vermutlich auch froh, wenn sich jemand meiner annimmt und ich dafür etwas auf meine Freiheit verzichten muss.

In meinem Fall kommen aber noch andere Gesichtspunkte hinzu. Zwar kostet eine Katze nur etwa 30,- bis 40,- Euro im Monat an Futter, wenn man aber so gut wie kein Einkommen über Monate hinweg hat, dann ist das eine nicht tragbare finanzielle Belastung. Wenn ich nur mit Mühe in der Lage bin für mich selbst zu sorgen, dann wäre es Unsinn sein eigenes Überleben wegen einer Katze zu gefährden.

Ich habe es aus leidvoller Erfahrung ja selbst erlebt: Durch übertriebene Sparmaßnahmen habe ich ein Problem mit dem rechten Auge bekommen, bei dem ich zunächst Angst hatte, ich werde erblinden (ich sah bereits Blitze). Weil ich inzwischen Wertsachen verkauft und mir Nahrungsergänzungsmittel gekauft habe, mich wieder mit frischen Obst und Gemüse ernähre und Trinkwasser kaufe, anstatt gefiltertes Stadtwasser zu trinken, geht es langsam besser.

Die Folge hätte sein können, dass ich als Versorger ausfalle und dann für meine Mitmenschen zu einer Belastung werde und natürlich auch meine Katze nicht mehr versorgen kann. So etwas möchte ich vermeiden.

Ein anderer Punkt ist, dass mich die Vorstellung belasten würde, erneut die Verantwortung für ein Lebewesen über einen Zeitraum von (je nach Alter) bis zu zwanzig Jahren zu übernehmen. Wäre ich sesshaft, hätte Kinder oder andere Menschen, die sich nach meinem Ableben um das Tier kümmern, wäre das etwas anderes. Aber alleine in einem Wohnmobil in einem fremden Land ist mir das eine zu große Belastung.

Und für alle, die noch immer glauben, dass das, was sie im Fernsehen sehen, zufällig geschieht und es immer so weiter geht wie bisher, muss ich sagen, dass wir mit schweren Umstürzen in Europa zu rechnen haben (sofern sich die Menschen durch die Medien aufhetzen lassen, was wahrscheinlich ist).

In bürgerkriegsähnlichen Zuständen sich auch noch um ein Tier zu kümmern, ist keine einfache Sache. Wo bekomme ich Futter her, wenn die Supermärkte innerhalb von Stunden leer geräumt sind und die Versorgungslage unsicher ist? Ich weiß, dass sich kein normaler Mensch mit solchen Gedanken beschäftigt, aber ich bin halt nicht normal und mir macht das auch nichts aus.

Erinnerungsvideo

Zum Abschluss noch ein Video, das ich aus mehreren Videos, die im späten Herbst 2012 noch in Deutschland entstanden sind, zusammengeschnitten habe:

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4 Kommentare (älteste zuerst):

  • Gast

    Kommentar 1 von 4
    26.08.2018 21:32:08 Uhr

    Hallo, ich möchte dir mein herzliches beileid aussprechen zu deinem Verlust! Halte die schöne zeit mit Ihr in ehren... es wird sich sicher ein neuer Begleiter den weg zu dir finden...wenn es an der zeit ist!
    Danke für all deine Beiträge...
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  • Peter (Admin)

    Kommentar 2 von 4
    27.08.2018 08:59:26 Uhr

    Danke für Dein Beileid. Ja, es ist ein schmerzlicher Verlust, weil sie so ein liebes Wesen hat, aber eine neue Begleiterin wird es aus mehreren Gründen nicht geben.

    Ich sehe zu, dass ich den Beitrag diese Woche neu schreibe und das darin dann erkläre.

    Viele Grüße
    Peter
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  • Peter (Admin)

    Kommentar 3 von 4
    31.08.2018 20:24:24 Uhr

    Ich bin leider nicht fertig geworden und benötige noch etwas Zeit (bis Anfang/Mitte nächster Woche).
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  • Peter (Admin)

    Kommentar 4 von 4
    05.09.2018 22:42:03 Uhr

    So, der überarbeitete Beitrag ist jetzt online.
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