Mittwoch, 24. Mai 2017

In diesem Beitrag lasse ich Dich in das Innere meines LKW blicken und zeige Dir auch, welche Fehler ich bei meinem Ausbau gemacht habe.

Falls Du den Beitrag Peters autarkes 7,49 t Wohnmobil noch nicht gelesen hast, empfehle ich das nachzuholen, denn darin erkläre ich u. a. die Entstehungsgeschichte.

Ausreichend Licht auch ohne Beleuchtung

Von außen sieht mein Wohnmobil eher nach Gefängnis aus. Man kann sich schlecht vorstellen, dass es innen wohnlich sein soll. Doch der Schein trügt. Die verbauten Dachluken bringen sehr viel Licht ins Innere und sorgen so für ein angenehmes Wohnklima:

Blick vom Bad in Richtung Eingang

Hinweis: Beide Bilder wurden ohne künstliche Beleuchtung bei Sonnenschein aufgenommen. Beim zweiten Bild stand die Eingangstüre offen.

Insgesamt gibt es drei Dachluken in meinem Wohnmobil, sowie ein kleines Ausstellfenster von Seitz . Das erste Bild wurde vom Bad aus aufgenommen. Ich stehe quasi in der Tür zum Bad. Beim zweiten Bild halte ich das Smartphone von außen durch das offene Fenster.

Ganz vorne oben sieht man eine MPK Dachhaube zum Kippen (40 x 40 cm). Ca. einen Meter vor mir ist ein Midi Heki von Dometic installiert, das ebenfalls zum Kippen ist (50 x 70 cm, sieht man auf dem zweiten Bild). Hinter mir im Bad gibt es noch eine undurchsichtige Dachhaube von MPK zum Aufstellen (40 x 40 cm), die dennoch einiges an Licht einfallen lässt. Tagsüber brauche ich nur Licht, wenn ich am Notebook arbeite. Ansonsten ist es hell genug.

Sitzecke

Die Sitzecke befindet sich direkt am Eingang gegenüber von meinem Bett, so dass Besucher auf dem Bett Platz nehmen und sich mit mir von Angesicht zu Angesicht unterhalten können. Die Sitzecke selbst ist jedoch etwas klein und spartanisch geraten:

Sitzecke mit Tisch

Der Tisch ist links am Schrank befestigt und kann daran hochgeklappt und arretiert werden. Der Tisch besteht aus zwei Tischplatten, die mit einem Scharnier verbunden sind. Auf diese Weise lässt sich die obere Platte in Richtung Bett ausklappen und mit Hilfe von zwei anschraubbaren Beinen abstützen (eines davon sieht man auf dem Bild unten am Tisch angeklipst).

In der Sitzbank befindet sich Material (z. B. Schrauben) und elektrisch betriebenes Werkzeug. Vorne sieht man noch einen schwarzen Spanngurt mit dessen Hilfe ich volle Wasserbehälter während der Fahrt befestigen kann (hält erstaunlich gut, auch meine 68,5 Liter Weithalstonne ).

Das schwarze, auf der rechten Seite über der kleinen Fußmatte, ist ein Fliegenschutzgitter , das sich bei offener Eingangstüre mit Magnetverschlüssen schließen lässt.

Ausbaufehler: Nach rund drei Jahren habe ich mich an die Sitzecke zwar gewöhnt, würde sie beim nächsten Ausbau jedoch anders gestalten, da sie etwas umständlich zum Handhaben und auch nicht sehr gut zum längeren Arbeiten am Computer geeignet ist.

Steh-/Lese-/Arbeitspult

An der Sitzecke arbeite ich meist an meinem alten Notebook , insbesondere, wenn mein Kätzchen ausnahmsweise einmal nicht draußen ist, sondern sich auf meinen Schoß legt.

Mit der Zeit bekomme ich aber Beschwerden in den Beinen, so dass ich gezwungen bin auch am Stehpult zu arbeiten:

Steh-/Lese-/Arbeitspult

Das Pult dient aber auch zum Lesen der darauf liegenden Bibel (Luther 1545 ). Über dem Pult ist noch eine kleine Plattform direkt unterhalb des Fensters montiert, das ich für mein Kätzchen gemacht habe. Dort lag sie im Winter in Deutschland häufig und sah zum Fenster hinaus.

Unterhalb dieser Plattform ist eine kleine LED-Leiste angebracht, um das Lesen zu erleichtern (ist auf dem Bild eingeschaltet).

Im oberen Teil der beiden Schubladen befindet sich mein Scanner und mein Drucker . Die Schublade lässt sich seitlich nach rechts ausziehen.

Ausbaufehler: Die Schublade geht nach rechts auf, um zu verhindern, dass der Eingang blockiert wird, während ich den Scanner und den Drucker in der geöffneten Schublade verwende.

Die Praxis hat aber gezeigt, dass ich Scanner und Drucker aus der Schublade heraus nehme. Daher würde ich das nächste Mal die Schublade nach links aufgehen lassen, weil dies die Handhabung deutlich erleichtert.

Zudem brauche ich diese Geräte sehr selten und dann auch nicht lange.

Die untere Schublade ist in zwei Bereiche unterteilt: Links Sachen, die ich öfter benötige, wie z. B. Bürosachen, externe Festplatte etc. Im rechten Teil ist überwiegend Unterwäsche untergebracht.

In den grauen Stapelboxen darunter befinden sich weitere Bürosachen und zum Teil technische Dinge, wie z. B. ein Heizaufsatz für eine Gasflasche.

Die grauen Stapelboxen von Auer hatte ich schon vor dem Ausbau angeschafft und wollte sie daher mit in den Ausbau integrieren, anstatt sie für wenig Geld wieder zu verkaufen. Optimal ist diese Lösung nicht, aber ich komme ganz gut damit zurecht.

Schlafbereich

Es war mir wichtig, dass mein Bett immer schlafbereit ist. Jeden Tag zweimal umzubauen, kam für mich nicht in Frage. Das akzeptiere ich für einen Urlaub, aber zum permanenten Wohnen ist mir das zu umständlich.

Ebenfalls achtete ich darauf, dass das Bett Standardmaße hat, damit ich Lattenrost und Matratze auch in normalen Geschäften (nach)kaufen kann. Zunächst wollte ich etwas Platz sparen und hatte das Bett in 80 x 200 cm geplant, jedoch bekommt man diese Größen in normalen Geschäften in der Regel auch nur auf Bestellung und so wurden es schließlich 90 x 200 cm:

Bett unten

Unterm Bett gibt es drei größere Boxen mit Deckel für alles mögliche Material, die sich ganz einfach herausziehen lassen. Die Rollen habe ich jedoch demontiert, weil ich die Boxen über kleine Holzleisten ziehen muss, die verhindern, dass sich die Boxen während der Fahrt bewegen können. Dabei ist eine Box im Laufe der Zeit wegen der Rollen leicht beschädigt worden.

Auf dem Bild sieht man rechts noch ein Bücherregal, hinter dem sich ein geschlossener Bereich mit Akkus und Ladegeräten etc. verbirgt.

Unter dem Regal habe ich eine hochwertige Lastenkraxe von Taktona befestigt, die für Notfälle gedacht ist und die ich bisher so gut wie nicht gebraucht habe.

Das blaue Band ist der sichtbare Teil eines Spanngurts, der mir beim Aufstehen hilft, da ich Rückenschmerzen habe (mal mehr, mal weniger).

Das obere Bett ist mehr als Ersatzteillager und für absolute Notfälle gedacht. Aktuell gibt es keine Leiter, um dort hoch zu kommen. Bisher hat noch nie jemand darin geschlafen. Ich habe mich testweise einmal darauf gelegt und den niedrigen Abstand zur Decke als einengend empfunden. Für Menschen mit Platzangst ist das Bett also nichts.

Der Abstand vom unteren Bett zum oberen ist bewusst so groß gewählt worden, damit sich Besucher beim Aufstehen nicht den Kopf stoßen.

Abstellschrank

Der Abstellschrank schließt nahtlos an mein Bett an. Im oberen Teil befinden sich wieder zwei von den grauen Stapelboxen . In der hinteren Toilettenpapier und Einwegtaschentücher. In der vorderen alles Mögliche aus dem Sanitärbereich, wie z. B. Fittinge, Verschraubungen, Schlauchteile. Da dort aufgrund der Kisten wenig Luft hinkommt, stockt es leicht.

Der untere Teil dient zur Aufbewahrung für mein Gartenwerkzeug (Besen, Rechen, Bügelsäge , Äxte , Machete, Gießkanne etc.), meine Ausziehleiter , mein Faltrad , ein faltbarer Paketroller u.v.m.:

Abstellschrank unten

Kleiderschrank

Nun ja, kein expliziter Kleiderschrank, jedoch enthält er alle meine Kleidungsstücke mit Ausnahme der bereits erwähnten Unterwäsche:

Kleiderschrank mitte

Daneben dient der obere Teil (nicht in den Bildern zu sehen) als Materiallager (Holz und Metall), für dies und das und zur Aufbewahrung der zwei zusätzlichen Eimer meiner Trenntoilette. Auch läuft die ganze Elektrik dort in einem handelsüblichen Unterputzschrank zusammen. Desweiteren dient er zur Aufbewahrung für Katzenfutter und -zubehör, meinem kleinen Ratschenkasten und meinem Akkuschrauber.

Rechts unten befindet sich hinten die Aufbaubatterie mit acht 200 Ah LiFePO4-Zellen von Winston, die zusammen 24 Volt ergeben. Davor sitzt der Stromgenerator von Honda (siehe zweites Bild oben):

LiFePO4 Akku 24 V

Der Akku läuft ohne Balancer, die normalerweise für Spannungsausgleich zwischen den einzelnen Zellen sorgen. Das hat zur Folge, dass die ersten zwei oder drei Zellen von links beim Laden eine höhere Spannung haben können, als die dahinter liegenden.

LiFePO4-Zellen sind meines Wissens nach die leistungstärksten Zellen am Markt. Sie lassen sich mit extrem hohen Strömen laden und entladen. Im Gegensatz zu Bleiakkus kann ein LiFePO4-Akku wesentlich tiefer entladen werden und hat auch eine deutlich längere Lebenszeit. Meine Akkus sind jetzt seit rund drei Jahren permanent in Betrieb und zeigen noch keine Verschleißerscheinungen.

LiFePo4-Akkus haben jedoch auch Nachteile:

  1. Die Grenzwerte der einzelnen Zellspannungen dürfen nicht unter- bzw. überschritten werden, sonst sind sie unwideruflich defekt
  2. Es besteht eine höhere Brandgefahr bis hin zu einer Explosion
  3. Sie sind sehr teuer

Bei den verbauten Winstonzellen liegt der kritische obere Grenzwert bei 4 Volt und der untere Grenzwert bei 2,5 Volt. Die feinen Drähte, die man zu den einzelnen Zellen gehen sieht, laufen zu dem erwähnten Unterputzkasten über einen Drehregler auf ein einfaches, analoges Spannungsmessgerät.

Damit kann ich die einzelnen Zellspannungen überwachen. Laut dem Messgerät waren die Spannungen der ersten beiden Zellen beim Laden schon mehrfach bei 4 Volt, dennoch ist noch keine kaputt gegangen. Nach dem Laden pendeln sich die Werte auch wieder ein, so dass alle Zellen eine gleichmäßige Spannung von rund 3,3 Volt haben.

Eine Brand- oder gar Explosionsgefahr besteht nur im Falle von unsachgemäßer Verwendung der Zellen. Der maximale Ladestrom für diese Zellen liegt bei 600 Ampere. Der Strom von meinen Solarzellen erreicht in der Praxis kaum über 25 Ampere, womit keine Gefahr beim Laden besteht.

Ausbaufehler: Vielleicht nicht unbedingt als "Fehler" zu klassifizieren, jedoch ist der Einbauort verbesserungsfähig. Beim nächsten Mal würde ich die Zellen in die Sitzbank einbauen, damit ich leichter an sie herankomme. Das ist inzwischen zwar sehr selten geworden, wenn es aber der Fall ist, ist es eine umständliche Kriecherei.

Auch würde ich die Zellen nicht mehr wie auf dem Bild zu sehen ist, mit Winkel und Gewindestangen zusammenschrauben. Das soll einer Explosion vorbeugen, weil sich die Zellen beim Überladen ausdehnen und bersten können.

Um das zu verhindern, ist in jeder Zelle ein Sicherheitsventil eingebaut, über das der Druck entweichen kann. Voraussetzung hierfür ist, dass die Zellen fest miteinander verbunden sind, damit sich das Kunststoffgehäuse nicht ausdehnen kann.

Die Zellen würde ich eng sitzend in der Sitzbank befestigen und so mit Hölzern und Winkeln absichern, dass ein Bersten im Extremfall unwahrscheinlich ist.

Auf der rechten Seite ist ein Wechselrichter mit 1.000 Watt installiert:

Wechselrichter 24 V / 1000 Watt

Bei dem Wechselrichter handelt es sich um ein Produkt aus China. Zuvor hatte ich einen deutlich höherwertigen Wechselrichter von Victron mit 750 W. Die Lüftersteuerung war jedoch selten dumm gestaltet und so lief der Lüfter immer sofort an, wenn der Wechselrichter unter Last kam. D. h. der Lüfter lief auch immer sofort (meist zunmächst auf Hochtouren), wenn keinerlei Wärme erzeugt wurde.

Ich fragte bei Victron nach, weil mir das komisch vor kam, jedoch bestätigten sie, dass dies so beabsichtigt ist. Zu dieser Zeit hatte ich noch einen original Arduino Mega im Einsatz, der meine Elektrik steuerte und auch verschiedene Temperaturen überwachte.

Ich öffnete den Wechselrichter und legte die interne Lüftersteuerung lahm und ersetzte sie durch eine temperaturgesteuerte, die über den Arduino lief. Das funktionierte ohne Probleme sehr gut.

Einige Zeit später wollte ich jedoch auf Elektronik möglichst verzichten und baute meine ganze Elektroinstallation um. Diesem Umbau fiel auch der Arduino zum Opfer und so öffnete ich erneut den Wechselrichter und stellte die originale Lüftersteuerung wieder her.

Auch hier lief der Wechselrichter einige Zeit wieder wie vorher, ging dann aber plötzlich ohne erkennbaren Grund kaputt. Ich werde das Gefühl daher nicht los, dass es mit meiner Bastelei zu tun hatte.

Zu dieser Zeit hatte ich wenig Geld und konnte mir keinen hochwertigen Wechselrichter als Ersatz leisten und kaufte daher den von Ective. Der erste Wechselrichter hatte auch von Anfang an einen Defekt, der sich darin bemerkbar machte, dass er unter Last immer kurz abschaltete. Ich bekam ihn jedoch problemlos ersetzt und der Neue läuft bisher einwandfrei.

Ausbaufehler: Es kommt natürlich immer darauf an, für welchen Zweck ein Wechselrichter benötigt wird, jedoch war der von Victron mit 750 W deutlich zu schwach. Auch 1.000 Watt sind nicht zu viel. Wer nicht aufs Geld schauen muss, der sollte einen mit 2.000 Watt oder mehr nehmen.

Meine Wechselrichter haben eine saubere Sinuskurve, was für den Betrieb von elektronischen Geräten wichtig ist. Diese Wechselrichter sind elektronisch gesteuert und schalten daher bei Überlast sofort ab, um die Elektronik vor Schäden zu schützen. Im Gegensatz dazu werden Geräte mit Rechteckspannung über einen Trafo gesteuert und sind dadurch wesentlich stärker (über)belastbar.

Geräte mit Motoren brauchen ein Vielfaches des Anlaufstroms, daher ist ein gut dimensionierter, elektronisch gesteuerter Wechselrichter anzuraten. Wer nur mit Werkzeugen arbeitet, die keine Elektronik enthalten (z. B. eine Flex), der ist eventuell mit einem Trafogesteuerten besser bedient, weil dieser eben robuster und deutlich preiswerter ist.

An der linken Wand sind ein Ladegerät und ein Ladewandler von Votronic montiert:

Ladegerät und Ladewandler

Seit ich die BRD verlassen habe, sind Stromgenerator, Ladegerät und Ladewandler nicht mehr in Betrieb gewesen. Es reichen die 780 Watt meiner Solarzellen für alle Geräte aus (auch im Winter).

Ein Schutzgitter habe ich wegen meiner Katze angebracht, denn die steigt überall hin, wo sie hin kommt. Man beachte die hochwertigen "Scharniere" auf der linken Seite des Gitters, die aus Kabelbindern bestehen (funktioniert prima):

Schaniere aus Kabelbindern

Küche (Koch- und Arbeitsbereich)

Die Küche ist in zwei Bereiche unterteilt: Während auf der linken Seite gekocht und gearbeitet wird, wird auf der rechten Seite gebacken und Vorräte gelagert.

Küche (Koch- und Arbeitsbereich)

Ganz links befindet sich ein zweier Gaskochfeld von Dometic, das bisher gute Dienste geleistet hat. Lediglich der Schutz zum Abschalten der Gaszufuhr beim Erlöschen der Flamme spinnt manchmal. D. h. man muss nach dem Anzünden den Regler ziemlich lange gedrückt halten, bevor die Flamme von selbst weiterbrennt.

Das liegt an dem Thermoelement, das direkt in die Flammen hinein gebaut ist. Von diesem Element gehen zwei Kupferdrähte zum Regler. Wenn die Flamme nicht gleich von selbst weiterbrennt, dann muss man diese Drähte unten am Regler leicht auseinanderbiegen, damit man den Regler bereits nach ein bis zwei Sekunden wieder loslassen kann.

Rechts davon ist ein Arbeitsbereich zum Scheiden etc. Daneben dann die Spüle , ebenfalls von Dometic. Darüber im 1. Stock hauptsächlich Geschirr aus Edelstahl. Alu ist zwar noch etwas leichter, jedoch steht es in Verruf Gehirnkrankheiten auszulösen. Daher nehme ich zum Kochen und Essen kein Alu.

Ganz rechts ein quadratischer Glasbehälter mit 10 Liter Fassungsvermögen. Dieser dient als Vorratsbehälter, wenn ich mit Hilfe meiner Wasserfilteranlage frisches Trinkwasser gewonnen habe. Daneben hängt eine kleine Pfanne aus Gußeisen.

Im 2. Stock befinden sich Dinge, wie z. B. eine Thermosflasche, ein kleiner Gußofen für Notfälle, Tassen aus Edelstahl, Müslidose u. a.

Beleuchtung

Während ich noch in einer ehemaligen Jagdhütte wohnte, nutzte ich bereits dort LED-Bänder als stromsparende Beleuchtung. Diese liefen über ein Netzteil mit 12 Volt und machten ordentlich hell. Bis zu meinem Umzug ins Wohnmobil funktionierten diese relativ günstigen* LED-Bänder ohne Probleme.

Aufgrund dieser guten Erfahrungen stand für mich fest, dass die Beleuchtung im Wohnmobil auch mit Hilfe von LED-Bändern realisiert wird.

Ausbaufehler: Der Aufbau im Wohnmobil ist auf 24 Volt ausgelegt und so kaufte ich auch die LED-Bänder in 24 Volt. Die billigsten wollte ich nicht nehmen, weil ich mir dachte, dass diese nicht so lange halten würden. Also zahlte ich im Frühjahr 2014 ziemlich genau 100,- Euro für 10 Meter von diesen LED-Bändern .

Nach gut zwei Jahren fingen die LEDs reihenweise an auszufallen. Es waren immer Gruppen, die zuerst einige Zeit zu flackern anfingen und dann komplett dunkel wurden.

Angegeben wird eine Betriebszeit von bis zu 70.000 Stunden von denen die Bänder in meinem Wohnmobil geschätzte 5.000 bis 7.000 geschafft haben, also nicht einmal 10%.

Dazu hätte ich nicht so viel Geld ausgeben müssen und so reklamierte ich 5 Meter von den insgesamt 10 als mangelhaft. Nach einigem Hin- und Her wurde mir dafür das Geld erstattet.

Ich versuchte mein Glück mit einem anderen Hersteller und kaufte für das erstattete Geld nun diese LED-Bänder , ebenfalls in 24 Volt.

Die Bänder liefen von Anfang an über einen Spannungswandler , den ich auf ca. 23,5 Volt eingestellt habe, um sicher zu gehen, dass die Bänder nicht zu viel Spannung bekommen.

Doch auch bei diesen Bändern gab es nach wenigen Wochen bereits erste Ausfälle:

Ausfälle LED-Beleuchtung in Küche

Ob ich jetzt zweimal nur Pech gehabt habe oder ob es in diesem Preissegment keine bessere Ware in 24 Volt gibt, kann ich nicht sagen. Bei meinem nächsten Ausbau würde ich jedoch lieber größere Verluste beim Spannungswandler in Kauf nehmen und die wesentlich leichter erhältlichen 12 Volt-Bänder einsetzen.

Damit die Bänder bei Bedarf leichter gewechselt werden können (was bei mir ja leider schon der Fall war), habe ich diese nicht direkt auf die dafür vorgesehenen Stellen geklebt, sondern mit Pattex auf schmale Holzleisten, die dann an die entsprechenden Stellen geschraubt werden.

Kühlbereich

Der Kühlbereich wurde aufgrund der Kompressorgeräusche so weit weg wie möglich vom Schlafbereich gelegt und grenzt somit direkt an das Bad an:

Kühlbereich mit Kühlbox von Engel

Zur Kühlung von Lebensmitteln habe ich mich für eine Kühlbox, nicht für einen Kühlschrank entschieden. Warum die Entscheidung auf eine Kühlbox fiel und ich heute eher zu einem Kühlschrank bzw. beidem greifen würde, kannst Du in meiner Rezension zur Kühlbox nachlesen.

Heizbereich

Als Heizung ist primär ein kleiner Holzofen vorgesehen und als Alternative ein Petroleumofen:

Heizbereich mit Holz- und Petroleumofen

Ausbaufehler: Als Untergrund für die Öfen verwendete ich Alu, das sich schwer reinigen lässt und hässliche Flecken hinterlässt. Heute würde ich daher Edelstahl nehmen, das man mit Hilfe von Zitronensäure sehr gut säubern kann.

Auf den Bildern sieht man eine Alukante verlaufen, die ursprünglich für einen Dieselofen von Reflex als Überlaufschutz angebracht wurde. Dieser sollte als normale Heizquelle dienen und der Holzofen als Notlösung.

Der Dieselofen lief drei Tage im Dauerbetrieb problemlos, machte sehr schön warm und verbrauchte wenig Diesel. Danach ging er aus (offenbar durch einen Windstoß, weil noch genug Diesel vorhanden war) und von da an machte er nur noch Probleme.

Nach zwei Reinigungen und diversen Versuchen stand für mich fest, dass das keine Lösung für ein autarkes Wohnmobil ist. Eine Heizung muss funktionieren, anderenfalls fängt das Wasser an zu gefrieren und je nach Außentemperatur kann das auch lebensbedrohlich oder zumindest sehr unangenehm werden.

Ich vermute, dass der Dieselofen aufgrund meiner damals komplizierten Abgasführung nicht gut funktioniert hat, habe ihn aber auch nach einer Reinigung der Ofenrohre nicht mehr richtig zum Laufen bekommen und ihn daher schweren Herzens mit viel Verlust wieder verkauft.

Ausbaufehler: In meiner Rezension zum Petroleumofen ist nachzulesen, dass dieser u. a. sehr teuer im Betrieb ist. Meinen Ausbau plante ich zwar mit Gas, jedoch sollte das nur zum Kochen verwendet werden.

Daher habe ich auch nur zwei kleine 5kg Gasflaschen vorgesehen, die für diesen Verwendungszweck mehr als ausreichend sind.

Wegen der Probleme, die ein Petroleumofen mit sich bringt, würde ich bei meinem nächsten Ausbau aber einen Gastank und eine Gasheizung installieren.

Eine Gastankstelle findet man hier im Süden zwar nicht so häufig, jedoch braucht man hier auch nicht viel zum Heizen. Zum Kochen reicht mir eine 5kg-Flasche mindestens ein halbes Jahr. Dabei läuft das Gaskochfeld in der Regel ca. 10-20 Minuten pro Tag.

Somit wäre es auch akzeptabel etwa alle zwei Jahre einmal eine eventuell weit entfernte Gastankstelle aufsuchen zu müssen.

Insbesondere in der Übergangszeit, in der man nur früh und eventuell abends ein wenig heizen möchte, lohnt es sich nicht einen Holzofen anzuwerfen, da er im Vergleich zu einer Gasheizung doch deutlich länger braucht, bis er warm wird.

Ein weiterer Nachteil sind hier im Süden die 5kg-Flaschen, die man so gut wie gar nicht findet. Nachdem nun meine erste Flasche leer ist, muss ich warten, bis die zweite auch dahin ist und kann danach eine 11kg-Flasche kaufen und beide damit befüllen (habe ich in Deutschland bereits wiederholt problemlos gemacht und ist entgegen landläufiger Meinung auch nicht verboten).

Abwassertank

Zuerst hatte ich ein 200 Liter Sickenspundfass mit Deckel genommen und mit Konsolen am Rahmen montiert. Das gleiche Fass ohne Deckel ist noch immer auf der gegenüberliegenden Seite montiert und war als Dieselvorrat für den erwähnten Ofen vorgesehen:

Sickenspundfass als Diesestank

Ausbaufehler: Diese Lösung ist alles andere als preiswert. Alleine für die Konsolen zur Befestigung eines Tanks, waren über 300,- Euro fällig. Die Fässer waren überholte gebrauchte und mit rund 150,- Euro für beide inkl. Speditionsversand noch relativ günstig.

D. h. der Abwassertank hat mit Montagematerial und Zubehör ca. 450,- bis 500,- Euro gekostet. Berücksichtigt man noch die zeitaufwändige und umständliche Montage am Rahmen mit Gegenplatten, so ist ein innen liegender Abwassertank die viel bessere und auch günstigere Lösung.

Doch ein außen liegender Abwassertank hat noch andere Nachteile: Zwar hatte ich eine Rohrheizung über den Zulauf gelegt (ein 40 mm Abwasserrohr aus dem Baumarkt) und darüber mit Armaflex isoliert, jedoch vergaß ich einmal bei länger anhaltenden Minusgraden diese Heizung einzuschalten.

Als Folge davon hatte ich eine unangenehme Verunreinigung im Innenraum, da in das Fass auch der Urin aus der Trenntoilette eingeleitet wurde. Auch das Fass selbst ist aufgefroren. Es ist zwar nicht geplatzt, sah aber hässlich aus und hätte neu lackiert werden müssen.

Solche Fehler passieren mir nur einmal und so beschloss ich das außen liegende Spundfass gegen zwei Kunststofftanks auszutauschen.

Der eine sollte nun innen liegen und den Großteil des Abwassers aufnehmen. Der andere musste konstruktionsbedingt außen angebracht werden, weil es sonst nicht möglich gewesen wäre ohne einer zusätzlichen Pumpe das Abwasser aus der Dusche, dem Handwaschbecken und dem Urinablauf der Trenntoilette zu entsorgen.

Der außen liegende Kunststofftank stellte zunächst ein Problem dar, weil dafür einfach nicht viel Platz zur Verfügung steht. Ich habe dann diesen Abwassertank , den man normalerweise unter das Fahrzeug legt, dafür zweckentfremdet, aufgeschnitten und mit Hilfe von Lochbändern verkehrt herum am Kofferboden montiert:

Kleiner Abwassertank

Der grüne Deckel bleibt immer verschlossen und zur Entleerung kaufte ich so einen ähnlichen Kugelhahn und schraubte ihn in den Verschlussdeckel.

Bisher hält das ganz gut und da ich mir im Zuge dieses Umbaus auch ein Urinal gebaut habe, das den Urin in den neuen, großen Abwassertank leitet, reicht auch die relativ kleine Kapazität des außen liegenden Tanks für ca. 1-2 Wochen aus.

Zurzeit reicht er auch deutlich länger, weil ich schräg stehe und das Duschwasser über einen zweiten Ablauf direkt nach draußen in einen Eimer geleitet wird:

Eimer unter zweitem Ablauf aus Dusche

Für den Abwassertank im Inneren hatte ich nur den Platz unter der Kühlbox zur Verfügung. Das passte aber ganz gut, weil dadurch der Abfluss des Urinals durch die Wand in diesen Tank geführt werden konnte:

Abwassertank unter Kühlbox

Auf dem zweiten Bild sieht man rechts die Durchführung vom Urinal aus dem Bad (gelber Schlauch). Der Schlauch geht über einen Geruchsverschluss von oben in den Tank. Der durchsichtige Schlauch hinten dient der Entlüftung. Dieser führt über den Kofferboden ins Freie.

Die Holzplatte liegt nicht auf dem Tank auf, sondern auf vier Holzpfosten. Sie ist zur einfachen Reinigung des Tanks nicht verschraubt (nur aufgelegt). Durch den Türrahmen vom Bad wird die Platte vor dem Verrutschen bewahrt.

Der Abwassertank hat eine Kapazität von etwa 80 Litern und reicht ca. drei bis vier Wochen. Das Wasser von meiner kleinen Handwaschmaschine entleere ich jedoch im Freien. Wenn ich in der Natur stehe, nutze ich zur Schonung der Umwelt Ökowaschpulver.

Entleert wird der Tank über einen ähnlichen Kugelhahn, wie er bei dem kleinen Abwassertank Verwendung findet. Dieser ist bei Nichtgebrauch am Kofferboden verklemmt und damit nicht sichtbar. Der hochwertige Kühlerschlauch, der dabei um 90° geknickt wird, hat das bisher unbeschadet mitgemacht:

Entleerung Abwassertank am Kofferboden

Links kommt der Schlauch von innen heraus und wird rechts mit Hilfe einer Klemmschelle gehalten. Unten am Schlauch befindet sich eine Bajonetkupplung, an die noch ein Schlauch zur Entleerung angeschlossen werden kann.

Hier sieht man noch einmal alle Schläuche, die ins Freie führen:

Ins Freie führende Schläuche

Ganz links der gelbe Schlauch ist der zweite Ausgang von der Dusche, den ich bereits erwähnt hatte. Daneben der durchsichtige Schlauch ist die Entlüftung für den innen liegenden Abwassertank. Und ganz rechts der Kühlerschlauch zur Entleerung des Abwassertanks.

Dusche

Die Dusche unterteilt sich in zwei Hauptbereiche: Links die Dusche und rechts die Frischwasserversorgung:

Dusche von oben

Die Grundfläche der Dusche beträgt 65 x 75 cm, was für mich Klappergestell gut ausreicht. Die Wanne wurde aus Edelstahl von einer Schlosserei nach meinen Vorgaben maßgefertigt und enthält noch einen Notablauf ganz rechts hinten neben dem untereren Frischwassertank.

Der Holzausbau wurde mit einem Hartwachs von Osmo behandelt. Das riecht die erste Zeit recht intensiv und sehr unangenehm, lässt aber vollständig nach. Damit habe ich die Dusche zweimal eingestrichen, war mir aber unsicher, ob das reichen würde.

Darum habe ich noch zwei Schichten Owatrol darüber gestrichen und das hält bis zum heutigen Tag ohne jede Fäulniserscheinungen und ohne neuem Anstrich. Astlöcher und kleine Ritzen habe ich mit hellbraunem Silikon zugemacht. Das Owatrol hat den Nachteil, dass das Holz dunkler wird. In der Dusche stört mich das nicht, aber den restlichen Ausbau würde ich nicht so dunkel haben wollen.

Ausbaufehler: Die im folgenden beschriebene Konstruktion kam durch ein System zustande, das ich aus drei 35-Literkanistern zusammenbaute, die ich bereits hatte und verwenden wollte.

Dazu stellte ich diese nebeneinander in den dafür vorgesehenen, rechten Bereich der Dusche und verband alle drei Auslaufhähne miteinander. Vom Prinzip her, war das so ein Set , das jedoch nicht zu den zuvor verlinkten Kanistern passt.

Das funktionierte auch längere Zeit ganz gut, allerdings mussten die Kanister zur Innenreinigung herausgenommen werden. Dazu musste diese Schlauchverbindung zur Reinigung jedes Mal gelöst und anschließend wieder verbunden werden.

Nach ein paar Reinigungen wurde diese Verbindung aber undicht und ich verlor einen Großteil des Trinkwassers. Da der Platz bereits vorgegeben war, kaufte ich diesen Frischwassertank , welcher derselbe ist, den ich für das Abwasser verwende und der sehr gut an die Stelle der drei Kanister passt.

Etwas später kam noch eine Konstruktion dazu, durch die ein weiterer Tank darüber mit rund 40 Litern Platz fand. Da diese Tanks nicht bis vollständig befüllt werden, ist das Fassungsvermögen nur geringfügig angestiegen und beträgt etwa 100 Liter.

Durch meine fast wasserlos arbeitende Trenntoilette, benötige ich zwar nicht sehr viel Wasser, dennoch halte ich heute einen Frischwasserbedarf von wenigstens 200 Litern pro Monat für erforderlich (für einen Menschen, inkl. Wäsche waschen) und würde beim nächsten Ausbau einen bzw. zwei größere Tanks einplanen.

Urinal

Links in der Dusche sieht man das bereits angesprochene Urinal, das aus einem handelsüblichen Edelstahltrichter für ein paar Euro besteht:

Urinal Marke Eingenbau

Darunter befindet sich dieser Minimülleimer zur Aufnahme von Toilettenpapier, damit der letzte Tropfen nicht in der Hose landet.

Dusche

Die eigentliche Dusche besteht aus einer Fußpumpe von Whale, ein paar Schläuchen und dem Innenleben eines Duschkopfs der genau auf einen Halbzollschlauch passt und nur durch Klemmkräfte gehalten wird:

Stromlose, einfache Dusche

Die Wasserzufuhr erfolgt über so einen schwarzen Kanister , der eigentlich zur Aufnahme von Altöl gedacht ist. Diesen fülle ich mit Wasser und stelle ihn für ein paar Stunden in die Sonne, sofern ich warmes Wasser haben möchte.

So primitiv dieses System auch ist, so effizient ist es auch. Durch die Fußpumpe lässt sich die Wasserzufuhr gut dosieren und es fließt wirklich nur dann Wasser, wenn es benötigt wird. Dabei hat man beide Hände zum Einseifen, bzw. Abspülen frei. Für einen Duschvorgang benötige ich gefühlte 3-4 Liter Wasser.

In Deutschland habe ich einen Teil des Wassers auf dem Holzofen, manchmal auch auf dem Gaskochfeld warm gemacht. Hier im Süden reicht im Winter auch die Sonne aus.

Als Duschtür kam eine maßgeschneiderte aus Plastik für rund 175,- Euro inkl. 20,- Euro Versand zum Einsatz. Die Qualität ist nicht schlecht, wenn auch für den Preis nicht sehr gut.

Der Schiebemechanismus funktioniert bisher recht gut und alles ist auch noch immer dicht. So gesehen erfüllt sie ihren Zweck zufriedenstellend.

Die Tür wird auf der rechten Seite mit Druck in die Wandhalterung eingeklemmt. Möchte ich meinen Frischwasserbereich komplett reinigen, muss dazu die Tür gelöst werden, was leider schon zu ausgerissenen Klemmstellen geführt hat.

Filtersystem

Das Filtersystem zur Gewinnung von Trinkwasser, besteht aus drei Filtern und einer Druckwasserpumpe . Ein grober Filter ist zum Schutz der Druckwasserpumpe noch vor dieser in der Schlauchzuleitung eingebaut (nicht im Bild zu sehen).

Zweistufiges Filtersystem 10"

Ausbaufehler: Anfangs gab es nur zwei Filter: Den groben in der Schlauchzuleitung und einen hochwertigen Aktivekohlefilter von Carbonit . Durch den fehlenden Vorfilter setzte sich der Aktivkohlefilter relativ schnell zu und ließ kein Wasser mehr passieren.

Einen weiteren Fehler, den ich in diesem Zusammenhang machte, war die Filter nach der Nutzung im noch mit Wasser gefüllten Gehäuse zu belassen. Dadurch setzt sich ein Biofilm im Filter ab, der ebenfalls dazu beiträgt, dass die Membrane verstopft.

Zwischen dem Gebrauch der Filter liegen bei mir ca. 4 bis 6 Wochen, so dass ich heute nach einem Filtervorgang die Filter aus dem Gehäuse nehme, die Gehäuse leere und die Filter in der Sonne trockne. Erst danach wird alles wieder zusammengesetzt.

Da die Filter von Carbonit sehr teuer sind und mir bereits einer durch Unachtsamkeit vorzeitig ausgefallen ist, bin ich auf preiswertere umgestiegen (Filter 1 , Filter 2 ). Diese filtern zwar keine Bakterien heraus, jedoch töte ich Bakterien mit selbst hergestelltem Chlordioxid nach dem Filtern ab.

Als Filtergehäuse habe ich zwei von Pentek gekauft, die einen recht soliden Eindruck machen und bisher ihren Dienst tun. Durchsichtiges Material hat den Nachteil, dass es nach ca. 5 Jahren ersetzt werden soll, weil es durch UV-Strahlung mit der Zeit porös wird.

Im Bad habe ich aber eine Milchglasdachhaube eingebaut, so dass die Gehäuse hoffentlich länger halten. Durch die Transparenz sieht man auch gut, ob sich Luft im Behälter sammelt und man daher entlüften sollte.

Mit diesem System habe ich mich in Deutschland fast ein Jahr lang von gefiltertem Regenwasser ernährt, das von meinem Dach gelaufen ist. Das hat auch den Vorteil, dass es kalkfrei ist und man weniger putzen muss. Während der warmen Jahreszeit hat es hier in Portugal bisher kaum geregnet. Zweimal gab es relativ viel Regen, jedoch reichte das gerade dazu aus, um mir den Dreck vom Dach zu waschen.

Da ich für 2,- Euro vor Ort ca. 180 Liter Stadtwasser bekomme, schone ich mein Filtersystem und hole alle vier bis sechs Wochen Wasser vom Campingplatz. Das filtere ich zwar auch, um u. a. das Chlor herauszubekommen, jedoch ist die Belastung der Filter minimal im Gegensatz zu dem relativ schmutzigen Wasser vom Dach.

Toilette

Die verwendete Trenntoilette habe ich in der dazugehörenden Rezension ausführlich beschrieben und kann mir keine bessere Toilette für ein autarkes Wohnmobil vorstellen.

Sie verbraucht kaum Wasser und sehr wenig Strom und kann über jede Restmülltonne entsorgt werden.

Trenntoilette Villa 9010 von Separett

Handwaschbecken

Keramik ist zu schwer und minderwertiges Plastik geht mit der Zeit kaputt. Daher fiel die Wahl für ein kleines Handwaschbecken auf Edelstahl:

Handwaschbecken aus Edelstahl

Das Waschbecken ist sehr hochwertig und kaufte ich beim Spülenshop24 . Offenbar gibt es diese Version nicht mehr, da unter dem Link zwar dieselbe Artikelnummer mit derselben Bezeichnung, jedoch ein anderes Modell zu finden ist.

Um Verletzungen vorzubeugen, habe ich den relativ scharfen Rand mit Kantenschutz versehen (das Becken ist für den Einbau in einen Unterschrank vorgesehen).

Schlußbemerkungen

Sowohl die Elektirk, als auch Wasser- und Abwasserleitungen habe ich nicht hinter die Holzverkleidung gelegt, um bei Bedarf leicht heranzukommen. Wie die Erfahrung gezeigt hat, musste ich bereits viele, teils umfangreiche Änderungen vornehmen, so dass das eine gute Entscheidung war.

Im Wohnbereich fallen die Kabelkanäle kaum auf und im Bad stört mich das ohnehin nicht. Zuerst hatte ich zig Meter Holzwinkel verbaut und daran bereits einen Großteil der Kabel verlegt. Von einem Schreiner wollte ich dann passende Abdeckungen aus Holz anfertigen lassen.

Nachdem mich der Schreiner hat hängen lassen und die Kabel an diesen Holzwinkeln auch nur umständlich und unzureichend befestigt werden konnten, habe ich sie schließlich durch weiße Plastikkabelkanäle ersetzt.


So, ich hoffe der Beitrag hilft Dir nicht die gleichen Fehler zu machen, wie ich. Denn diese haben mich im Nachhinein etliche tausend Euro und viel Zeit gekostet, die Du Dir sparen kannst.

Falls Du noch Fragen hast oder weitere Details/Fotos zu bestimmten Themen möchtest, scheue Dich bitte nicht dazu einen Kommentar zu schreiben. Sofern es meine Zeit zulässt, nehme ich das gerne auf und erweitere diesen Beitrag entsprechend oder schreibe einen neuen.

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